Bahn-Initiative erhält Unterstützung

Die Handelskammer Szombathely spricht sich jetzt für die Umsetzung einer Bahnverbindung nach Österreich aus.

Erstellt am 13. März 2021 | 05:18

BEZIRK Die Diskussion, die rund um die Errichtung eines Radweges auf der stillgelegten Bahntrasse zwischen Oberschützen/Bad Tatzmannsdorf und Oberwart sowie von Großpetersdorf bis Rechnitz errichtet werden soll, geht in die nächste Runde. Das überparteilich gebildete Personenkomitee, welches die Umsetzung des Grenzbahn-Projektes zwischen der Steiermark, Bezirk Oberwart und Ungarn/Szombathely fordert, bekommt jetzt auch Schützenhilfe aus Ungarn. „Die Handelskammer Szombathely spricht sich dafür aus und das Thema wird nun auch im ungarischen Parlament thematisiert“, heißt es dazu von Sprecherin Jutta Spitzmüller. Tivadar Cseri, der Sprecher von Pro Bahn-Komitat Vas sagt: „In Szombathely entsteht jeden Tag ein Verkehrsstau unter anderem wegen der vielen Pendler nach Österreich. Eine Bahnverbindung würde allen helfen, zum Beispiel auch Schülern, die von Ungarn nach Österreich in die Schule fahren. Alle Experten sagen, es macht Sinn, die Bahnverbindung zwischen Oberwart und Szombathely zu reaktivieren und es haben sich vor ein paar Jahren auch schon alle dafür ausgesprochen. Worauf warten wir dann?“

Seitens des Verkehrslandesrates Heinrich Dorner (SPÖ) ist die Finanzierung das Problem. 350 Millionen Euro würde das Projekt kosten, die jährliche Instandhaltung wird mit fünf Millionen Euro geschätzt, so Dorner. Stimmt nicht, kontert die Bahn-Initiative, die sich auf eine Investitionssumme von rund 120 Millionen Euro beruft, wie es in einer Studie heißt. „Mit dem EU-Wiederaufbaufond stehen hohe Geldsummen zur Verfügung, und Österreich sucht ja nach geeigneten klimarelevanten Projekten, um sich dieses Geld abzuholen. Das Grenzbahn Projekt ist ein Top 20-Projekt in Europa und wird bei der Europäischen Kommission als Projekt mit hohem Entwicklungsbedarf gesehen“, ist Spitzmüller überzeugt. „Mit Geschick und Bemühen um Förderungen könne das Südburgenland hier fast gratis eine Bahntrasse bekommen und einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, meint Spitzmüller weiter.

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Kritik kam auch von der FPÖ, allerdings an der ÖBB und an Bundesministerin Gewessler: „Es ist absolut bedauerlich, dass eine grüne Ministerin gegen den Erhalt einer umweltfreundlichen Infrastruktur ist. Ebenso bedauerlich ist das Verhalten der ÖBB, da ein Staatsbetrieb eigentlich Klimaziele verfolgen sollte“, heißt es von Landtagsabgeordnetem Alexander Petschnig.