Kostenexplosion in Oberwart: Stadt muss Energie sparen

Die Energiekosten steigen um 42.000 Euro pro Jahr. Straßenbeleuchtung soll daher nicht mehr durchgehend brennen.

Erstellt am 07. Oktober 2021 | 05:23
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Erstmals hielt man seit Pandemiebeginn in der Messehalle eine Gemeinderatssitzung ab. Wann die Rückkehr ins Rathaus folgt, steht aktuell noch nicht fest.
Foto: C. Fenz

Seit Anfang des Jahres steigen internationale Energiepreise rasant. Gas und Strom sind in Europa so teuer wie lange nicht. Der Preisanstieg spiegelt sich auch in den Strom- und Heizkostenrechnungen von Haushalten wider - wie auch in jenem der Stadtgemeinde Oberwart, die noch bis Jahresende einen gültigen Energieliefervertrag mit der Energie Burgenland hat, im Zuge der letzten Gemeinderatssitzung jedoch schon jenen für das kommende Jahr abgeschlossen hat.

Strompreis hat sich fast verdoppelt

Aktuell zahle man um die 5 Cent/kWh. Mit 2022, wo der neue Energieliefervertrag — ebenfalls mit der Energie Burgenland als Bestbieter — zu laufen beginnt, erhöhen sich die Kosten um fast 50 Prozent. „Normalerweise werden solche Verträge über mehrere Jahre geschlossen. Aufgrund der täglichen Veränderungen war es ein Anliegen, dass es dieses Mal nur einen einjährigen Vertrag gibt, um die Situation im nächsten Jahr neu bewerten zu können und das Beste für die Stadt herauszuholen,“ sagt Infrastruktursausschussobmann und Stadtrat Mario Raba.

„Auf die rund 1,4 Millionen/kWh, die wir pro Jahr brauchen, sind das Mehrkosten von rund 42.000 Euro“, schildert Bürgermeister Georg Rosner. Dann kostet der Kilowatt Strom nämlich um die 9 Euro. „Und das war noch das beste Angebot“, so Rosner. Ein Umstand, der die Gemeinde in Sachen Energieverbrauch zum Umdenken anregen müsse. „Wir haben zum Glück schon viele Straßenlampen auf LED umgestellt und forcieren Photovoltaikanlagen, aber trotzdem müssen wir uns die Frage stellen, ob es künftig notwendig ist, die Straßenbeleuchtung die ganze Nacht zu nützen“, kündigt Rosner dahingehend Überlegungen an.

Abgesehen vom Energiesparen, gehe es auch um die enormen Mehrkosten, die sich negativ im Haushalt der Gemeinde niederschlagen.
Beschlossen wurde vom Gemeinderat auch ein Nachtragsvoranschlag „mit einem positiven Ergebnis und ohne neue Schulden trotz Pandemie“, so Rosner. „Es freut uns sehr, dass wir so gut gewirtschaftet haben, dass alle laufenden Kosten und Projekte ohne die Aufnahme von Fremdmitteln erfolgen“, ergänzt Vizebürgermeister Hans Peter Hadek.