Denkmalschutz prüft: Grünes Licht für Bau. Stadtgemeinde erteilt Baubewilligung für Neubau. Das Denkmalamt kündigt für das bestehende Spital nähere Erhebungen an.

Von Carina Fenz. Erstellt am 11. September 2019 (04:16)
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Auf Antrag der NEOS prüft das Bundesdenkmalamt das Oberwarter Spital. Aktuell wird das Gebäude als „bedeutsam“ eingestuft. Seitens der KRAGES heißt es: „Erst nach der Vollinbetriebnahme des neuen Hauses, wird über die Nachnutzung des bestehenden Krankenhauses entschieden.“

Die guten Nachrichten vorweg. Die KRAGES hat seit Mittwoch der Vorwoche einen Großteil der Bescheide für den Neubau des Spitals in Oberwart erhalten. Neben der Errichtungsbewilligung und der Baubewilligung sind auch die wasserrechtliche Bewiligung und der Bescheid nach dem Strahlenschutzgesetz positiv. Die Ansuchen um luftfahrtrechtliche Bewilligung (Heliport) und für die Apothekenbetriebsbewilligung sind eingereicht und sind derzeit in behördlicher Bearbeitung.

Spatenstich noch heuer, 2024 startet Betrieb

Nach dem Erhalt der positiven Bescheide laufen nun die umfassenden Bauausschreibungen weiter. Der Plan bleibt aufrecht: 2020 wird mit den ersten Baumaßnahmen und dem Spatenstich gestartet. Bis 2023 soll die Bauphase laut Plan abgeschlossen sein. Dann beginnen der Probebetrieb und der Umzug. Die ersten Patientinnen und Patienten sollen 2024 im neuen südburgenländischen Schwerpunktspital behandelt werden.

Mit der Stadtgemeinde Oberwart hat die KRAGES vereinbart, dass rechtzeitig zur Vollinbetriebnahme des neuen Krankenhauses auch über die Nachnutzung des Altbestandes entschieden wird. Diese Vereinbarung ist auch im Baubescheid berücksichtigt. In den kommenden fünf Jahren haben alle beteiligten Experten ausreichend Zeit, sich mit allen sinnvollen Möglichkeiten der Nachnutzung auseinanderzusetzen. Derzeit konzentriert sich das Baumanagement-Team voll und ganz auf den Neubau.

Denkmalschutz kündigt weitere Erhebungen an

Wie die BVZ berichtete, hatten die NEOS angekündigt, was die Nachnutzung des bestehenden Krankenhauses betrifft, das Bundesdenkmalamt einzuschalten. Jetzt liegt ein Ergebnis vor. Seitens des Bundesdenkmalamtes wurde bestätigt, dass es Erhebungen geben werde, „ob ein öffentliches Interesse an der Erhaltung im Sinne des Denkmalschutzgesetzes begründbar ist. Dabei wird auch der Erhaltungszustand zu berücksichtigen sein.“

Für politischen Wirbel sorgt auch die Aussage von NEOS-Sprecher Edi Posch. Er verweist auf eine Regierungssitzung im Jahr 2013: Der Abriss des Krankenhauses habe demnach als „Grundlage für die Entscheidung zum Neubau“ gegolten, voraussichtliche Abriss-Kosten in der Höhe von drei Millionen Euro seien veranschlagt worden.

Seitens der KRAGES heißt es dazu: „Erst nach der Vollinbetriebnahme des neuen Hauses, vermutlich 2024, wird über die Nachnutzung des bestehenden Krankenhauses entschieden. Im Zuge der Bescheiderstellung wurde vereinbart, dass die bescheidgebende Behörde (Stadtgemeinde Oberwart) rechtzeitig zur Inbetriebnahme des neuen Krankenhauses über die Nachnutzung des Altbestandes informiert werde.“ Der von den NEOS ins Spiel gebrachte Abrissbescheid liegt laut KRAGES nicht vor.