Kinderbetreuung: „Langsam geht uns das Personal aus“

Erstellt am 27. Januar 2022 | 07:41
Lesezeit: 2 Min
Die Stadtgemeinde Oberwart kämpft mit fehlenden Tests für Kleinkinder, geschlossenen Kindergartengruppen und positiv getestetem Personal in den Kinderbetreuungseinrichtungen.
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Es ist eine Momentaufnahme und morgen kann die Sache schon wieder anders aussehen: Corona ist eine Überraschungskiste, das hat man auch in der Stadtverwaltung in den letzten zwei Jahren gelernt, aber erstmals kämpft man mit der hoch dynamischen Omikron-Welle so richtig an der Front. Da gäbe es, so Stadtchef Georg Rosner und Amtsleiter Roland Poiger unisono, einige Baustellen, die man derzeit bewältigen müsse, vor allem in der Kinderbetreuung.

Lollipop-Tests werden nicht geliefert

Seit Tagen (Stand: Dienstag, 25. Jänner) wartet man auf bestellte Lieferungen von Lollipop-Tests, um, wie vom Land vorgeschrieben, täglich in den Kindergärten testen zu können und somit positive Fälle schnell absondern zu können. „Diese Tests werden aber nicht geliefert und auch das Land kann uns mittlerweile nicht mehr sagen, wann diese ankommen“, so Poiger.

Im Kindergarten waren mit Stand 25. Jänner drei Gruppen geschlossen, im Hort keine. Weil hier die Kinder Masken tragen und daher eine Schließung bei einem positiven Corona-Fall nicht nötig sei. „Das große Problem ist allerdings das Personal. Hier bewegen wir uns sehr wohl auf eine kritische Marke zu, dass wir wegen Personalmangel Einrichtungen schließen müssten“, erklärt der Amtsleiter.

Erst Semesterferien könnten Entspannung bringen

Bis zu den Semesterferien, hier verlasse man sich auf Prognosen der Wissenschaft, rechne man noch mit dieser angespannten Lage. „In den nächsten Tagen könnte es somit auch zu einer massiven Einschränkung im Normbetrieb bei den Kinderbetreuungseinrichtungen kommen“, erklärt Rosner.

Das Verständnis der Eltern hingegen, sei, so Rosner und Poiger, unerwartet hoch: „Dafür ein großes Dankeschön, dass der Zusammenhalt in solch schwierigen Zeiten zu sehen ist.“

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