Interkommunaler Austausch: 38 Kilometer und ein Ziel

Interkommunaler Austausch funktioniert. Oberwart und Köszeg zeigen es vor.

Erstellt am 15. Oktober 2021 | 05:35
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Landtagsabgeordneter Walter Temmel, Vizebürgermeister Hans Peter Hadek, Bürgermeister Georg Rosner und Botschafter i. R. Klaus Wölfer begrüßten den Bürgermeister aus Köszeg, Béla Básthy, in Oberwart.
Foto: Stadtgemeinde

38 Kilometer trennen Oberwart und die ungarische Stadt Köszeg (Güns). Keine Weltreise, sondern eher einen Katzensprung muss man dafür in Kauf nehmen, um die Staatsgrenze zu passieren. Die Nähe zueinander nahmen die beiden Städte jetzt auch als Anlass, um sich auszutauschen, und eine engere interkommunale Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen. Oberwarts Stadtchef Georg Rosner konnte dazu seinen Amtskollegen aus Köszeg, Bürgermeister Béla Básthy, in der Bezirkshauptstadt begrüßen.

An den äußerst informativen und unterhaltsamen Unterredungen nahmen auch Vizebürgermeister Hans Peter Hadek, sowie Landtagsabgeordneter Walter Temmel, der in seiner Agenda als Bürgermeister der Grenzgemeinde Bildein eine seit Jahren den Austausch zu ungarischen Kommunen pflegt, sowie Botschafter i. R. Klaus Wölfer teil. „Bürgermeister Básthy, er ist seit zwei Jahren im Amt, skizzierte in perfektem Deutsch die Besonderheiten des knapp 12.000 Einwohner zählenden Köszeg“, gibt Rosner einen Einblick ins Gespräch.

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Das seit dem 13. Jahrhundert bestehende Güns wird von seinem historischen Stadtkern samt Burg, Kirchen, Adelspalästen und einer Synagoge geprägt und ist für viele Burgenländer ein beliebter Ausflugsort. Der historische Stadtkern wurde und wird umfassend saniert. Mit drei Gymnasien und einem Universitätsinstitut hat sich Köszeg zur Schulstadt entwickelt. „Zudem weist die Stadt eine sportliche Besonderheit auf: die einzige Skisprung-Schanze Ungarns“, so Rosner, der von „herzlichen und informativen Gespräche“ spricht.

„Ein Gegenbesuch in Köszeg ist in Planung, einem weiteren Austausch zwischen unseren beiden Städten sollte nichts im Wege stehen“, kündigt Rosner eine weitere Zusammenarbeit an.