Special Olympics: „Wir haben alle geweint“

Erstellt am 30. Juni 2022 | 05:04
Lesezeit: 3 Min
Als Stadt der Vielfalt machte man sich einen Namen. Oberwart zeigte Einsatz, viel Herz, Gastfreundschaft und vor allem keine Berührungsängste.
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„Wir haben alle geweint“, sagt Stadtchef Georg Rosner auf die Frage nach dem emotionalsten Moment während der Nationalen Special Olympics Sommerspiele, um sich dann aber doch daran im Detail zu erinnern: „Es war die erste Siegerehrung in der Stocksporthalle, wo den Sportlern, Zuschauern und allen Beteiligten die Freudentränen eingeschossen sind, als man die Ehrlichkeit der Athleten gesehen und gespürt hat.“ Es waren vier unglaubliche Tage, sagen die Veranstalter, Betreuer und Sportler, die viel Ehrgeiz und Einsatz abverlangten, aber für die schönsten Erinnerungen sorgten.

Schon der Startschuss für die 8. Nationalen Special Olympics Sommerspiele am Freitag hat die Organisatoren bereits die Superlativen ausgehen lassen. „Es ist unglaublich, wie wir in der Region empfangen wurden und welche Wertschätzung man den Athleten entgegenbringt“, bringt es Special Olympics-Koordinator Ernst Lueger auf den Punkt. Das Burgenland zeigte sich, „wie nicht anders erwartet“, so Lueger, von seiner besten Seite.

Ein „Griss“ um „Mister President“

Besonders beeindruckend war auch der Empfang der Athleten, unter den Klängen der Militärmusik Burgenland und der Stadtkapelle Oberwart, vor dem Oberwarter Rathaus. Ein richtiges „Griss“ herrschte da auch um Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der geduldig jeden Fotowunsch erfüllte und mit gewohnt lockerer Art bei den Zuschauern für Begeisterung sorgte. Unter anderem auch bei einem Besuch im Freibad, wo „Mister President“ auch viel zu Lachen hatte. Unter anderem hat man ihn gefragt: „Und, wie geht‘s so? Alles im grünen Bereich?“, schmunzelt Rosner, der in vier Tagen übrigens 60 Kilometer mit dem Rad von Wettkampfstätte zu Wettkampfstätte gepilgert ist. „Natürlich ist es meine Aufgabe als Bürgermeister überall dabei zu sein, aber es war auch unglaublich bewegend, ein solches Event zu besuchen, da hat man mitgefiebert und mitgelitten“, erzählt Rosner.

Ein riesen Dankeschön an die vielen Helfer

Der größte Dank gilt, so der Stadtchef, aber den unzähligen freiwilligen Helfern, die sich unermüdlich dafür eingesetzt haben, um ein Sportfest für die Ewigkeit zu bereiten und das auch geschafft haben. „Alle Vereine in der Stadt haben an einem Strang gezogen und ihr Herzblut in die Sache gelegt. Man hat gesehen, was ein Miteinander bewirken kann“, zeigt sich Rosner stolz.

Stolz könne er auch auf die Sportstätten der Stadt sein, hat Rosner von so vielen die letzten Tage gesagt bekommen. „Da spielen wir wirklich in der Oberliga mit und dafür möchte ich mich bei allen bedanken, die einen Teil dazu beigetragen haben, um das in so kurzer Zeit möglich zu machen.“

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