Zivildienst im Kindergarten: Florian Neubauer ist gegen das Klischee

Erstellt am 04. März 2022 | 05:31
Lesezeit: 3 Min
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Herzliche Begrüßung für den ersten „Zivi“ im Kindergarten. Bürgermeister Georg Rosner, Kindergartenleiterin Pamela Wiedner und Amtsleiter Roland Poiger (hinten v.l.) mit Julian, Elisabeth, Jakob, Safiya, Elisa (v.l.) und Alex (vorne mitte) mit Zivildiener Florian Neubauer. Foto: Stadtgemeinde
Foto: BVZ
Florian Neubauer wollte etwas anderes ausprobieren. Jetzt ist er der erste Zivildiener im städtischen Oberwarter Kindergarten. Der Zivildienst im Kindergarten wird übrigens zur Dauerlösung.
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Die einen gehen zum Roten Kreuz, die anderen ins Altenheim, Florian Neubauer aber leistet seinen Zivildienst im Städtischen Kindergarten in Oberwart ab. Die Tätigkeiten des Zivildieners im Kindergarten sind vielfältig und umfassen Hilfsdienste bei der Betreuung der Kinder wie zum Beispiel Hol- und Bringdienste oder Mithilfe bei der Essensausgabe.

Die Arbeit hier gefällt ihm. Zum Einsatz kommt er, wo Bedarf besteht - „in der Küche, beim Putzen oder beim Spielen mit den Kindern, aber auch bei Instandhaltungsaufgaben im Gebäude und Garten oder bei administrativen Aufgaben ist die Unterstützung des Zivildieners, der seine Lehre mit Matura im Rathaus der Stadtgemeinde absolviert hat, gefragt.

„Die Aufgaben, die ich hier zu erledigen habe, unterscheiden sich natürlich von meinen beruflichen Tätigkeiten. Das macht es aber besonders spannend. Ich habe große Freude daran, die Kolleginnen bei den unterschiedlichen Tätigkeiten zu unterstützen“, erzählt Neubauer.

"Arbeit des Zivildieners bringt natürlich auch Vorteile in der Kinderbetreuung" Bürgermeister Georg Rosner

Der Kontakt mit den Kindern gefalle ihm sehr gut und sei unglaublich bereichernd. „Es ist schön und macht große Freude, mit den Kids zu arbeiten“, erklärt Neubauer, der noch bis Ende September als Zivi im Kindergarten tätig sein wird. Danach wird die Stelle übrigens frei, denn der Städtische Kindergarten wurde per Bescheid als „Träger des Zivildienstes“ anerkannt.

Bürgermeister Georg Rosner hat sich bei einem Besuch im Kindergarten selbst ein Bild davon gemacht, wie der Zivildienst läuft: „Nach den Gesprächen mit den Pädagoginnen, unserem Zivildiener Florian und auch den Kindern kann ich sagen, dass wir mit der Schaffung einer Zivildienst-Stelle die richtige Entscheidung getroffen haben. Unsere Mitarbeiterinnen in den Kinderbetreuungseinrichtungen leisten täglich wertvolle Arbeit, die sehr fordernd ist. Sie sind immer darum bemüht für die Kinder die beste Betreuung zu gewährleisten. Die Arbeit des Zivildieners unterstützt sie bei ihren Aufgaben und das bringt natürlich auch Vorteile in der Kinderbetreuung. Und bei den Kindern ist Florian der erklärte Star, sie haben ihn bereits in ihr Herz geschlossen.“

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