Oberwart: Neuer Anlauf für den Stadtbus. Ein angekündigtes Konzept ist weiterhin nicht in Umsetzung. Die Bereitschaft ist aber so groß, wie noch nie.

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:43)
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Von Victor Grow, Shutterstock.com

Die Erreichung der Klimaziele im Verkehr macht einen größeren Anteil des öffentlichen Verkehrs in der Mobilität notwendig. Für einen Zuwachs an Fahrgästen braucht es mehr Angebot und hohe Qualität sowie weitere Investitionen insbesondere in den Ballungsräumen. Gerade die stetig wachsende Bezirkshauptstadt Oberwart hat hier noch Potenzial nach oben.

Der vor mehr als zwei Jahren gestartete Prozess zur Installierung eines Stadtbusses ist mittlerweile in den Hintergrund gerückt. „Das in den vergangenen eineinhalb Jahren vorherrschende Thema Corona hat hier natürlich auch eine große Rolle gespielt“, gibt Stadtchef Georg Rosner zu.

„Wir sind nach wie vor dafür, einen Stadtbus in Oberwart zu installieren“ Georg Rosner

Aber, so Rosner, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. „Wir sind nach wie vor dafür, einen Stadtbus in Oberwart zu installieren“, erklärt Rosner. Im Herbst, spätestens, will man sich weitere Gedanken dazu machen. „Wir haben erst kürzlich das Ruf-Taxi-System auf neue Beine gestellt.

Das funktioniert mittlerweile sehr gut“, erklärt Rosner. Zur Erinnerung: Im Herbst des Vorjahres hat man die Beförderungszeit des Ruf-Taxi-Systems in Kooperation mit den beiden örtlichen Taxibetrieben von Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr und Samstag von 7 bis 17 Uhr verkürzt (ausgenommen sind Sonn- und Feiertage).

Taxigutscheine können seit dem um 3 Euro am Gemeindeamt erworben werden (pro Monat maximal 10 Stück pro Person). Die restlichen 3 Euro pro Fahrt, zahlt die Gemeinde. Ein Taxigutschein gilt für maximal zwei Personen, ab der dritten Person ist ein weiterer Taxischein einzulösen. Das Beförderungsgebiet Oberwart und St. Martin/Wart hat man auf das Industriegebiet Unterwart erweitert.

„Keine Stadt ist aber wie die andere und man kann aus positiven aber auch negativen Erfahrungen vieles mitnehmen und in die Oberwarter Pläne miteinfließen lassen“ Georg Rosner

Zurück zum Stadtbus: Auch die Grünen haben sich in der Vergangenheit für einen Stadtbus starkgemacht. Der soll, so Rosner, auch kommen. „Wir wollen uns an den bereits gut funktionierenden Systemen in Mattersburg und Eisenstadt orientieren. Keine Stadt ist aber wie die andere und man kann aus positiven aber auch negativen Erfahrungen vieles mitnehmen und in die Oberwarter Pläne miteinfließen lassen“, meint Rosner, der aber keinen konkreten Zeitpunkt für den Start eines Busses nennen möchte.

„Die Erstellung eines Verkehrskonzeptes ist ein fortlaufender Prozess. Verschiedene Bereiche müssen immer wieder neu bewertet und überdacht werden. Den genauen Zeitplan für die Beschlüsse einzelner Maßnahmen besprechen wir in Abstimmung mit den Ausschüssen und dem Stadtrat.“ Ob der Stadtbus im Budget 2022 eine Position einnehmen wird? „Das wäre natürlich ein großer Wunsch, aber davor braucht es erst einmal ein konkretes Konzept“, hält sich Rosner bedeckt.