Hirschenstein: Vandalismus ist „kein Kavaliersdelikt“. Die ehemalige Lungenheilanstalt am Hirschenstein in Rechnitz wird derzeit wieder stark frequentiert. Der unbefugte Zutritt wird angezeigt.

Von Carina Fenz. Erstellt am 01. April 2021 (06:03)
Nach etlichen Diebstählen wird die ehemalige Lungenheilanstalt massiv überwacht. Aktuell ist das verlassene Gebäude ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche.
BVZ

Die Ruine am Hirschenstein ist in Covid-Zeiten ein besonders begehrtes Ausflugsziel, vor allem für Jugendliche. Seit 2019 wird die ehemalige Lungenheilanstalt, die im Besitz der KRAGES steht, massiv überwacht, genau aus jenem Grund, weil es immer wieder zu Vandalenakten und Sachbeschädigungen gekommen ist. Das Gebäude wurde in der Vergangenheit auch immer wieder von sogenannten „Lost Place“- oder „Urban Exploration (Urbex)“-Filmern aufgesucht. Die Urbexer dringen ohne Genehmigung der Eigentümer ins verlassene Gebäude ein, filmen und stellen die kommentierten Videos auf Youtube. Hier gab es bereits auch rechtskräftige Urteile.

„Wir haben schon wieder fast jedes Wochenende Vorfälle am Hirschenstein – meist Jugendliche, die illegal das Gebäude betreten und sich teilweise wild aufführen – Fensterscheiben werden zerbrochen, Türen eingetreten, Kabel aus der Wand gerissen, Wände besprüht und beschmiert. Wegen des schöneren Wetters und auch wegen mangelnder Alternativen der Abendgestaltung befürchten wir, dass das noch mehr wird. Auch wenn ich verstehe, dass für viele junge Leute die Pandemie hart ist: Unser Verständnis endet bei Einbruchsdiebstahl, Sachbeschädigung und Vandalismus“, ärgert sich Markus Kalchbrenner, Direktor Technik der KRAGES. „So einen Besuch am Hirschenstein sehen wir nicht als Kavaliersdelikt oder Bubenstreich“, so Kalchbrenner.

Mehrere Anzeigen seit Dezember des Vorjahres

Im Jahr 2020 erfolgte bis November in zumindest sechs Fällen eine Weiterleitung der Sachverhalte an die Staatsanwaltschaft. Alleine im Dezember des Vorjahres wurden neun Personen aufgegriffen und angezeigt. Im März gab es bisher drei Vorfälle, die angezeigt wurden.

Die KRAGES geht mit den Vandalen also nicht zimperlich um. Warum erklärt Roland Graschitz, Leiter der KRAGES-Stabsstelle Recht: „Das Areal ist deutlich ersichtlich abgesperrt, wird videoüberwacht und von einem Sicherheitsunternehmen laufend kontrolliert. So ist es auch möglich, sämtliche Personen, die sich unerlaubt dem Gebäude nähern, zu erfassen. Das löst immer einen Polizeieinsatz aus. Diese waren in der Vergangenheit, insbesondere dank den Polizeihunden, auch immer erfolgreich. Die Täter werden danach erkennungsdienstlich behandelt, und es kommt bei Beschädigungen auch zur Weiterleitung an die Staatsanwaltschaft. Es hat bereits Anklagen und Verurteilungen gegeben. Darüber hinaus klagt die KRAGES als Eigentümer ausnahmslos alle Täter zivilrechtlich wegen Besitzstörung.“

Auf die Frage, was mit dem verfallenen Gebäude, das teilweise unter Denkmalschutz steht, passieren soll, heißt es seitens der KRAGES: „Wir sind in intensiven Gesprächen mit dem Land über die Zukunft des Gebäudes. Es soll eine Lösung gefunden werden, aber es ist eben schwer, ein solches Gebäude zu veräußern. Es gab aber bereits Kaufangebote“, so die KRAGES.

Das Gebäude, das auf 826 Meter Seehöhe liegt, wurde 1955 eröffnet. Bis zum Jahr 1986 waren hier lungenkranke Patienten untergebracht. Danach wurde das Gebäude, das im Besitz der KRAGES ist, bis zum Jahr 2012 als Pflegeheim genutzt. Die VAMED hat nach wie vor das Nutzungsrecht.

RECHNITZ Die Ruine am Hirschenstein ist in Covid-Zeiten ein besonders begehrtes Ausflugsziel, vor allem für Jugendliche. Seit 2019 wird die ehemalige Lungenheilanstalt, die im Besitz der KRAGES steht, massiv überwacht, genau aus jenem Grund, weil es immer wieder zu Vandalenakten und Sachbeschädigungen gekommen ist. Das Gebäude wurde in der Vergangenheit auch immer wieder von sogenannten „Lost Place“- oder „Urban Exploration (Urbex)“-Filmern aufgesucht. Die Urbexer dringen ohne Genehmigung der Eigentümer ins verlassene Gebäude ein, filmen und stellen die kommentierten Videos auf Youtube. Hier gab es bereits auch rechtskräftige Urteile.

„Wir haben schon wieder fast jedes Wochenende Vorfälle am Hirschenstein – meist Jugendliche, die illegal das Gebäude betreten und sich teilweise wild aufführen – Fensterscheiben werden zerbrochen, Türen eingetreten, Kabel aus der Wand gerissen, Wände besprüht und beschmiert. Wegen des schöneren Wetters und auch wegen mangelnder Alternativen der Abendgestaltung befürchten wir, dass das noch mehr wird. Auch wenn ich verstehe, dass für viele junge Leute die Pandemie hart ist: Unser Verständnis endet bei Einbruchsdiebstahl, Sachbeschädigung und Vandalismus“, ärgert sich Markus Kalchbrenner, Direktor Technik der KRAGES. „So einen Besuch am Hirschenstein sehen wir nicht als Kavaliersdelikt oder Bubenstreich“, so Kalchbrenner.

Mehrere Anzeigen seit Dezember des Vorjahres

Im Jahr 2020 erfolgte bis November in zumindest sechs Fällen eine Weiterleitung der Sachverhalte an die Staatsanwaltschaft. Alleine im Dezember des Vorjahres wurden neun Personen aufgegriffen und angezeigt. Im März gab es bisher drei Vorfälle, die angezeigt wurden.

Die KRAGES geht mit den Vandalen also nicht zimperlich um. Warum erklärt Roland Graschitz, Leiter der KRAGES-Stabsstelle Recht: „Das Areal ist deutlich ersichtlich abgesperrt, wird videoüberwacht und von einem Sicherheitsunternehmen laufend kontrolliert. So ist es auch möglich, sämtliche Personen, die sich unerlaubt dem Gebäude nähern, zu erfassen. Das löst immer einen Polizeieinsatz aus. Diese waren in der Vergangenheit, insbesondere dank den Polizeihunden, auch immer erfolgreich. Die Täter werden danach erkennungsdienstlich behandelt, und es kommt bei Beschädigungen auch zur Weiterleitung an die Staatsanwaltschaft. Es hat bereits Anklagen und Verurteilungen gegeben. Darüber hinaus klagt die KRAGES als Eigentümer ausnahmslos alle Täter zivilrechtlich wegen Besitzstörung.“

Auf die Frage, was mit dem verfallenen Gebäude, das teilweise unter Denkmalschutz steht, passieren soll, heißt es seitens der KRAGES: „Wir sind in intensiven Gesprächen mit dem Land über die Zukunft des Gebäudes. Es soll eine Lösung gefunden werden, aber es ist eben schwer, ein solches Gebäude zu veräußern. Es gab aber bereits Kaufangebote“, so die KRAGES.