Oberwart: Stadt legt Gebahrung wieder für Bürger offen . | Der finanzielle Lagebericht umfasst auch heuer alle relevanten Ein- und Ausgaben über 5.000 Euro aus dem Jahr 2020.

Von Carina Fenz. Erstellt am 02. Juli 2021 (06:22)
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Außergewöhnlicher Rahmen. Präsentiert wurde der Transparenzbericht von Stadtchef Georg Rosner (VP) nicht in Oberwart, sondern mit den Bürgermeister-Kollegen Thomas Steiner (Eisenstadt/VP) und Christoph Wolf (Hornstein/VP) in Eisenstadt.
Stadtgemeinde, Stadtgemeinde

Bereits zum zweiten Mal in Folge veröffentlicht die Stadtgemeinde einen Transparenzbericht. Das Ziel: Der Bevölkerung einen umfassenden Einblick in die finanzielle Gebarung des Jahres 2020 zu bieten.

Der Bericht weist Oberwart 2020 ein Gesamtbudget von rund 19,7 Millionen Euro aus, der Schuldenstand von rund 19,3 Millionen konnte dank des Überschusses von rund 1,2 Millionen auf 18,1 Millionen reduziert werden. „2020 war geprägt von der Corona-Pandemie. Auch die Stadtgemeinde Oberwart hat mit den Auswirkungen zu kämpfen. Aber durch konsequente Budgetdisziplin in den vergangenen Jahren wurde in Oberwart eine solide Finanzbasis geschaffen“, erklärt Bürgermeister Georg Rosner, der der Stadt eine gute finanzielle Situation attestiert.

„Wie schon bei den Rechnungsabschlüssen 2018 bis 2020 bekannt gegeben wurde, erfolgte ein Schuldenabbau und viele Infrastrukturprojekte wurden ohne Fremdfinanzierung umgesetzt“, so Rosner, der im Zuge der Präsentation betont haben will, dass ihm Offenheit und Transparenz in der politischen Arbeit sehr wichtig sind.

Ersichtlich in diesem 20-Seiten-Bericht sind unter anderem Einnahmen und Ausgaben über 5.000 Euro im Jahre 2020 sowie Subventionen, Förderungen, Personalkosten, aber auch Einnahmen aus Grundstücksverkäufen.

Einblick in die Finanzen der Stadt erhalten interessierte Bürgerinnen immer wieder. Während der gesetzlichen Auflagefristen haben sie die Möglichkeit Rechnungsabschluss und Voranschlag einzusehen. Außerdem werden ausführliche Berichte zu den Gemeinderatsbeschlüssen bezüglich Rechnungsabschluss und Budget veröffentlicht. Auch der Transparenzbericht liegt nun als Druckwerk im Rathaus zur Abholung auf und steht außerdem auf der Website der Stadtgemeinde zum Download bereit.

„Die Gemeinden im Burgenland sind nicht dazu verpflichtet einen Transparenzbericht vorzulegen. Dennoch hat sich Oberwart, als eine von wenigen Gemeinden des Landes, dazu entschlossen ihrer Bevölkerung über das Budget detailliert Auskunft zu geben. Alle Ausgaben über 5.000 Euro werden darin aufgelistet und transparent dargelegt. Auch die Einnahmen der Stadt können eingesehen werden. Als Volkspartei ist es uns ein besonderes Anliegen nachhaltig und zukunftsorientiert mit dem Budget umzugehen. Wir möchten der nächsten Generation einen Vorteil erwirtschaften, statt einen Rucksack mit Schulden mitzugeben.“

VP-Bürgermeister Georg Rosner

„Der Transparenzbericht ist eine super Sache, aber leider kann er im Fall der Stadtgemeinde Oberwart nicht ganz stimmen. Warum? Das ist nicht negativ gemeint, aber auch wenn das Zahlenwerk richtig sein mag, muss man daran zweifeln. Bei der Erstellung des Berichts waren gewisse Fakten nämlich noch nicht vorhanden. Hier denke ich beispielsweise an den Nachtragsvoranschlag, den man im Herbst rückwirkend beschließt.“

FPÖ-Stadtrat Christian Benedek

„Der Transparenzbericht ist eine tolle Sache, aber es wäre wichtig, dass man alle Subventionen darin auflistet und nicht nur jene, die den Betrag von 5.000 Euro überschreiten.“

SPÖ-Stadtrat Ewald Hasler