Schattendorf: Als frühester Meister in die Landesliga

Erstellt am 28. Juni 2022 | 02:51
Lesezeit: 4 Min
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Erfolgreiches Trainerteam. Chefcoach Alfred Wagentristl mit Dominik Gruber, Christian Freiler und Denis Hergovits (v.l.).
Foto: zVg
Der SV Schattendorf dominierte heuer die 2. Liga. Bestes Beispiel dafür? Dass man bereits fünf Runden vor Schluss den Meistertitel fixierte. Schließlich beendete man die Saison mit zwölf Punkten Vorsprung auf Verfolger Rohrbach –und geht nun mit „Respekt“ an die „Herausforderung Landesliga“.
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Der Aufstieg war das große Ziel des SV Schattendorf vor der Saison, und dieses große Ziel wurde erreicht: Die Schattendorfer spielen im kommenden Jahr 2022/23 wieder in der höchsten Liga des Landes!

Das vor allem, weil über die gesamte letzte Meisterschaft hinweg Vieles zusammenpasste. Nahezu alle 2. Liga-Statistiken führt der SVS an: Hinrundentabelle, Rückrundentabelle, Auswärtstabelle, ... Nur in der Heimtabelle musste man Nachbar Rohrbach, in der Gesamtabrechnung Zweiter, knapp den Vortritt lassen. Zudem stellt der SVS mit Ausnahme-Goalgetter Patrick Derdak, der 29-mal traf, den klaren Torschützenkönig.

In allen Statistiken top: Hin-, Rückrunde, auswärts

Besagte Statistiken waren eigentlich über die gesamte Saison fest in SVS-Hand, so auch fünf Runden vor Schluss, als die Mannschaft von Trainer Alfred Wagentristl als erster burgenländischer Verein der abgelaufenen Saison den Meistertitel fixierte, was dann auch kurze Schwächephasen zu Beginn des Frühjahrs vergessen ließ. Am Ende kürte sich der SVS mit zwölf Punkten Vorsprung auf Rohrbach zum Titelträger und steigt nach 2016 wieder in die Burgenlandliga auf.

Wagentristl zum Titel: „Wir haben definitiv eine Saison hinter uns gebracht, an die wir uns noch lange zurückerinnern werden. Haupt ausschlaggebend dafür, dass wir es geschafft haben, bereits frühzeitig den Meistertitel zu fixieren, war meiner Meinung nach der Fleiß, den das gesamte Team an den Tag gelegt hat. Ja, wir haben unbestritten Qualität im Kader, aber auch Stammspieler dabei, die kaum oder wenig Kampfmannschaftserfahrung haben. Die Gier nach Weiterentwicklung, die alle deutlich demonstriert haben, war beim Großteil der Trainings und auch bei den vielen Video-Einheiten zuhause zu sehen. Und zum Ergebnis kann ich der Mannschaft nur gratulieren – das ist überragend.“

Ins selbe Horn wie Trainer Alfred Wagentristl blies Obmann und Tormann Alex Bernhardt, der ebenso großen Anteil am Titel hat und sich ebenso noch „lang und gern an die vergangenen Monate zurückerinnern“ wird, jetzt aber bereits auf die kommenden blickt. Schließlich ist die Pause nicht lang, wartet bald die Burgenlandliga...

Burgenlandliga? „Respekt, aber nicht chancenlos“

Für Bernhardt übrigens zum wiederholten Male. Mit Schattendorf stieg er vor dem diesjährigen Titel bereits zweimal dorthin auf. Und auch einige seiner Kollegen haben schon Burgenlandliga-Erfahrung. Was in diesem Jahr für den SV Schattendorf dort zu holen ist? Nach der famosen 2. Liga-Saison mag man meinen Einiges. Die Verantwortlichen gehen aber realistisch bedacht an die Sache. Bernhardt: „Es ist immerhin ein Sprung in eine nächste Liga, den darf man nicht unterschätzen. Wir gehen mit Respekt ran, mit dem Wissen, dass es schwer wird, aber auch mit dem Wissen, dass wir nicht chancenlos sind.“

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Von Obmann und Goalie Alex Bernhardt, der großen Anteil am SVS-Erfolg hatte, gab es für Trainerteam und Spieler zwei Daumen nach oben.
Foto: Ivansich

Das bestätigt Wagentristl, der freilich im Boot bleibt, auch in der neuen Saison als SVS-Coach fungieren wird: „Klarerweise steht das Ziel Ligaerhalt ganz oben. Und wenn der Kader imstande ist, einen ähnlichen Fleiß an den Tag zu legen wie in der abgelaufenen Saison, dann werden wir das auch schaffen.“

Die Marschroute für die Meistermannschaft aus dem Mattersburger Bezirk steht also, ebenso bereits der angesprochene Kader. Da wurde in den letzten Wochen „alterstechnisch nachgebessert“, die routinierte SVS-Mannschaft personell verjüngt.

Und auch auf Legionäre setzt man in Zukunft. In der 2. Liga war das nicht der Fall, was die Saison umso beachtenswerter macht, in der Burgenlandliga braucht man, auch aufgrund des etwa bestätigten Karriereendes von Andreas Walzer, die nun aber. Patrik Holzmann, Benjamin Koronczai und Matyas Krizsonits stoßen vom SC Sopron zum SV Schattendorf und sollen mithelfen, die notwendigen Prozent mehr, die es eine Liga höher braucht zu liefern.

Dazu kommen mit Jan und Nico Koller sowie Stefan Eggenhofer drei junge Perspektivspieler zum Verein (die BVZ berichtete). Mit den sechs Zugängen ist das Team fürs kommende Jahr komplett, so Obmann Alex Bernhardt. „Nur wenn sich wirklich noch was ergibt, schlagen wir zu. Geplant ist es aber nicht.“

Schon geplant: die Vorbereitung. Der SVS startet am 1. Juli mit einem Testspiel gegen Kobersdorf, daraufhin folgen Probekicks gegen die Hartberg Amateure, gegen Ortmann und gegen den ASK Bad Fischau.

Pflichtspieltechnisch geht es dann am 23. Juli los, reist man im BFV-Cup zum alten 2. Liga-Bekannten Pilgersdorf, ehe eine Woche drauf die „Herausforderung Burgenlandliga“ startet. Wer am 29./30. Juli Schattendorfs Auftaktgegner ist, wird zeitnah ausgelost.