Klare Sache: Raiding und MSV verdient oben

Erstellt am 26. Juni 2022 | 02:55
Lesezeit: 4 Min
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Am letzten Drücker fing Raiding noch den MSV ab, krönte sich in einer spannenden Meisterschaft zum Meister und ist in der 1. Klasse Mitte angekommen. Das Team von Trainer Toni Drabeck spielte eine konstant gute Saison. Foto: zVg
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Schon Wochen vor dem Saisonende stand fest: Raiding und der Mattersburger SV steigen auf. Die Meisterentscheidung fiel erst in der Schlussrunde im direkten Duell, in dem Raiding die Nase vorne hatte.
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Wie die BVZ in der Vorwoche ausführlich berichtete, konnte sich der ASK Raiding in einem Herzschlag-Finale gegen den direkten Konkurrenten MSV 2020 den Titel in der 2. Klasse Mitte sichern. Während die Mattersburger fast die gesamte Saison über die Tabelle anführten, nutzte der ASK am allerletten Spieltag im direkten Duell die Gunst der Stunde, zog rund zehn Minuten vor Saisonende mit dem 1:0 am MSV 2020 vorbei und krallte sich so den Meisterteller.

„Für unseren Verein ein absolut unvergessliches Highlight, nach 28 Jahren wieder einen Aufstieg feiern zu dürfen“, freute sich Raiding-Obmann Christian Zimmer. Sein Trainer Toni Drabeck, der seit vielen Jahren Spieler im Verein weiterentwickelt, sieht den großen Erfolg als Frucht jahrelanger, beharrlicher Arbeit: „Die Meistermannschaft spielt großteils seit Jahren im Verein und ist schon zusammengewachsen. Ergänzt mit guten Legionären, die charakterlich großartig zu uns passen, hat das eben eine Mannschaft ergeben, die immer an sich geglaubt hat.“

Trainersohn und Reservetrainer Christoph Drabeck lässt seiner Begeisterung ebenfalls freien Lauf: „Einen riesengroßen Anteil am Erfolg hat unser Obmann Christian Zimmer, der unglaublich viel Herzblut in den Verein investiert und auf den man sich immer zu 100 Prozent verlassen kann. Auch dem Sportlichen Leiter Franz Erhardt muss man gratulieren, dem es mit Toptransfers, wie Fabian Zolles, Richard Köbanyai oder auch Richard Nemeth gelungen ist, viel Qualität einzubringen.

Wenn wir die Mannschaft halten, können wir aber auch in dieser Klasse alle Teams ärgern und auch eine gute Rolle spielen, das soll auch das Ziel sein.“ Auch die Defensive lieferte! Mit 32 Gegentreffern aus 32 Spielen gehört Raiding zu den besten burgenländischen Meistern in dieser Kategorie. Zwei der Hauptprotagonisten in Raidings Defensivabteilung waren die Brüder Julian und Niklas Gneis sowie Manuel Posch, die allesamt viel Zuversicht für die kommende Saison durchblicken lassen.

„Wir waren jetzt lang genug in der 2. Klasse“

„Ich persönlich habe die Gegner in der 2. Klasse immer geschätzt. Aber wir waren jetzt lang genug dort und schön langsam hatte ich es auch satt immer gegen die gleichen Kontrahenten zu spielen. Wir haben die Qualität uns in der mittleren Tabellenhälfte der 1. Klasse festzusetzen und eine solide Saison zu spielen, davon bin ich überzeugt“, meint Julian zur kommenden Herausforderung und Bruder Niklas ergänzt: „Wir freuen uns auf coole Derbys, wie zum Beispiel gegen Neckenmarkt. Ich denke eigentlich nicht, dass der Qualitätssprung von der 2. Klasse zur 1. Klasse so hoch sein wird. Ziel ist natürlich der Klassenerhalt, aber sollte sich die Chance auf mehr ergeben, werden wir alles geben, um diese zu nutzen.“

ASK-Allrounder Manuel Posch hat auch höhere Ziele im Kopf: „Ich glaube, dass wir unter den Top-Sechs Fuß fassen können. Sollten wir hinten dabei sein, ist es keine Katastrophe, aber bei unserem Zusammenhalt gehe ich davon aus, dass wenige Vereine deutlich über uns zu stellen sind.“

Dass es sich für den vor rund zwei Jahren neugegründeten MSV 2020 letzten Endes knapp nicht ausging, die Meisterschale zu holen, ist für die Akteure kein allzugroßes Problem. „Es war unser großes Ziel aufzusteigen und das haben wir souverän geschafft. Ich darf mich für eine geile Saison bedanken“, meint etwa Torschützenkönig Philip Knotzer zum abgelaufenen Spieljahr und ist für Zukünftiges optimistisch, „für uns ist es das Ziel, vorne um den Aufstieg in die 2. Liga Mitte mitzuspielen.

Ob es gelingt, wird von vielen Faktoren abhängen, aber es ist eine gute Basis gelegt, das steht fest.“ Kapitän Luki Grimmer bläst ins gleiche Horn: „Das kommende Jahr wird mit dem neuen Trainerteam Josef Kühbauer und dem in die zweite Reihe zurückgetretenen Marko Amminger beziehungsweise dem neuen Defensivmann Christoph Leitgeb sicher mega-interessant. Mit der notwendigen Gier werden wir die Möglichkeit haben, den Meistertitel nach Mattersburg holen.“ Fraglich ist, ob Defensivstütze Julian Kleibensturz gehalten werden kann. „Es ist noch nicht ganz klar, ob ich bleibe, das wird sich diese Woche entscheiden. Fakt ist aber aus meiner Sicht, dass der neue Kader wieder imstande sein wird in der 1. Klasse vorne mitzuspielen“, so der Mattersburger.