Rust zahlte auch in Klingenbach wieder früh in die Lehrgeld-Kassa ein
Burgenlandliga
Der Aufsteiger lag wie schon im ersten Spiel nach elf Minuten mit 0:2 zurück. Allerdings schaffte Rust trotz 0:3-Rückstand noch ein 2:3 und damit ein spannendes Finish.
Klingenbach durfte nach der Nullnummer zum Auftakt gleich drei Mal gegen Aufsteiger Rust jubeln
© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS
Klingenbach - Rust 3:2. Und wieder gab der Aufsteiger ein Spiel verloren, das gerade erst begonnen hatte. Wie zum Auftakt gegen St. Margarethen lag Rust auch im zweiten Derby in Klingenbach nach elf Minuten schon 0:2 zurück. Diesmal waren die Patzer nicht so gravierend, aber dennoch waren es Nachlässigkeiten, die man sich in der Burgenlandliga so nicht erlauben kann. Vor dem 0:1 gab es einen leichten Ballverlust im Mittelfeld, ein dummes Foul an der Strafraumgrenze und einen Freistoß vorbei an der Mauer ins kurze Eck (8.). „Solche Tore wie das 0:1 bekommt unser Tormann normal nicht. Aber auch er muss sich an die Liga gewöhnen, hat danach ein paar Bälle gut gehalten", sagt Rusts Trainer Özgür Nurlu. Nur drei Minuten später wieder ein leichter Ballverlust, Raphael Federer passte auf Michal Kozak, der routiniert auf 2:0 stellte. Nurlu: „Wir waren nicht so gut, haben viele Fehler gemacht. Ich habe 17 einfache Ballverluste gezählt."
Klingenbach ging aggressiv zur Sache und schaffte es auch Rust einzuschüchtern. Trainer Thomas Klemenschitz: „Der Anfang war von uns ganz gut, Rust hat sich auch ein bisschen naiv angestellt. Aber dann haben wir weniger gemacht und Rust ist besser ins Spiel gekommen." Klemenschitz änderte seine Startelf gegenüber dem 0:0 am Sonntag in Eberau nur an einer Position. Neuzugang Bronimir Sluka spielte auf dem Flügel, Clemens Stiglitz musste auf die Bank. Einen dritten Patzer der Ruster (Linksverteidiger Kovacs war ausgerutscht) ließ Michal Kozak aus, er schoss über das leere Tor. Wie beim Debüt am Wochenende wollten die Aufsteiger mitspielen, versuchten es anfangs über die Seiten, doch die Flanken waren zu leicht, als dass Barbosa Druck hinter seine Kopfbälle bringen konnte. Trainer Özgür Nurlu war mit der fußballerischen Leistung bei der Auftaktniederlage zufrieden gewesen, weshalb er auch dieselbe Startelf auf das Feld schickte.
Klemenschitz: „Wir haben zur Pause angesprochen, dass wir mehr machen müssen. Das haben wir dann auch getan." Nach Seitenwechsel hielt Rust-Goalie Roman Scheit hervorragend gegen Raphael Federer. Doch bei einem Eckball wurde der Ball so unglücklich abgefälscht, dass Michal Kozak nur abstauben musste. Rust steckte trotz 0:3 aber noch immer nicht auf, brachte zwar kaum Zwingendes zustande, spielte aber nach vorne und kam zu Standards. „Mich ärgert, dass wir uns bei der Entstehung nicht gut angestellt haben", sagt Klemenschitz. Klingenbach konnte eine Ecke nicht ordentlich klären, Slavomir Pagac reagiert am schnellsten und schoss zum 1:3 ein. Im Finish gab es noch ein dummes Foul von Jakob Szorger an einem Ruster, der aus dem Strafraum dribbelte. Barbosa verwertete den Elfer sicher, doch es war schon Minute 92 vorbei, weshalb es sich bei der finalen Klingenbacher Zitterpartie nur um Minuten handelte.
Klingenbach - Rust 3:2 (2:0).
Tore: 1:0 (8.) Vidovic, 2:0 (11.) Kozak, 3:0 (67.) Kozak, 3:1 (72.) Pagac, 3:2 (92., Foulelfer) Barbosa.
SR: Divkovic. - 455.
Klingenbach: Schuller; Kroyer, Chribik, Ivancsits, Hartmann (69. Bas); Federer (62. Stiglitz), Stahleder, Szorger, Sluka; Vidovic, Kozak (69. Nucak).
Rust: Scheit; Kevin Salmer (90. Hauptmann), Luiz, Pagac, Kovacs (HZ. Gönye); Neto; Fandel (82. Bitriol), Hamdaoui, Barbosa, Manya (HZ. Mandalovic); Kondrlik.
Reserve: 2:3 (Badjikic, Nucak; Bitriol 2, Ries, Rote Karte: Barisits/57. bei 2:0).