Mattersburgers Motto heißt jetzt: Anschreiben, egal wie. Der SVM braucht nach fünf Pleiten am Stück ein Erfolgserlebnis, auch wenn der WAC eine harte Nuss wird.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 22. November 2019 (06:02)
Der Blick Richtung WAC. Am Freitag verfolgte die SVM-Trainerriege in der Fußballakademie an der Seite der AKA-Crew nach der Vormittagseinheit noch die erste Hälfte des U16-Länderspiels Österreich gegen Zypern (2:1). Im Bild: U16-Trainer Ivo Smudla, AKA-Mitarbeiter Toni Pauschenwein, AKA-Sportchef Manuel Takacs, SVM-Co-Trainer Markus Schmidt, Chefcoach Franz Ponweiser, Videoanalyst/Co-Trainer Bernd Eibler sowie Athletiktrainer Gerald Linshalm (v.l.). Längst steht beim SV Mattersburg nun aber der nächste Gegner im Fokus. Dabei handelt es sich mit dem WAC um eine harte Nuss. Foto: Bernhard Fenz
Bernhard Fenz

Am 29. September gelang den Profis des SV Mattersburg beim 2:0-Sieg in Altach der letzte Punktgewinn. Seitdem tingelt der grün-weiße Zug durch ein Jammertal. Fünf Niederlagen in Folge haben die Mannschaft von Trainer Franz Ponweiser auf Platz elf zurückgeworfen. Das Ziel, um einen Platz in den Top-Sechs zumindest mitzuspielen, ist längst dem beinharten Abstiegskampf gewichen.

Der wird sich spätestens in den abschließenden drei Runden vor der Winterpause zeigen, wenn Mattersburg in St. Pölten, daheim gegen die Admira und in Innsbruck gegen Wattens auf drei direkte Konkurrenten trifft. Davor ist aber noch Europa-League-Starter WAC am Samstag um 17 Uhr zu Gast im Pappelstadion. Gerade in der aktuellen Phase ist dieses Match alles, nur kein Freispiel. Chefcoach Franz Ponweiser: „Es geht jetzt rein um Punkte. Natürlich wäre es super, wenn wir anschreiben können.“

David Adeniyi Fadairo (19) ist auf Probe beim SVM und kam auch beim Test gegen die Juniors OÖ zum Einsatz.
Ivansich

Dafür hat es zuletzt auch neben der Arbeit am Platz in der Kommunikation klare Worte gegeben. In einem langen Gespräch hat sich das Trainerteam mit den Spielern vor dem Wochenende ausgetauscht. Die Profis sollen nun eine Reaktion auf die jüngste Pleitenserie zeigen, die auch geprägt war von individuellen Patzern. Wer hier zum Einsatz kommt, soll sich im Lauf der Trainingswoche entscheiden.

Vor allem in der Offensive muss Ponweiser aber noch abwarten, wer zur Verfügung steht. Andi Gruber fällt bekanntlich mit einer Seitenbandverletzung im Knie aus. Victor Olatunji erwischte es bei den Amateuren gegen Mannsdorf am Knöchel, er wird mit einem Bändereinriss für zwei bis drei Wochen passen müssen. Patrick Bürger lag zu Wochenbeginn mit Angina flach und war fraglich.

Dafür kam Martin Pusic beim Testspiel gegen die Juniors OÖ, also die LASK-Youngsters, ab der 65. Minute zum Einsatz. Prompt erzielte der 32-Jährige auch einen Treffer. Ob es allerdings für die Startformation reicht, bleibt abzuwarten. Auch Stephan Schimandl war beim Test dabei. Und Marko Kvasina, der in dieser Saison bis auf die Startformation zuletzt bei der Austria meist nicht über eine Edeljoker-Rolle hinauskam, gibt es ja auch noch.

Junger Legionär durfte sich zuletzt zeigen

Beim Test gegen die Juniors OÖ wurde mit David Fadairo auch ein nigerianischer Profi getestet. Der 19-jährige Landsmann von Victor Olatunji kickte bereits mit dem SVM-Profi in der Slowakei bei Podbrezova und ist nun schon seit einiger Zeit Trainingsgast.

„Ein sehr interessanter, schneller und dribbelstarker junger Spieler mit Potenzial“, so Coach Ponweiser über Fadairo, der ein Tor erzielte, in der Spitze aufgeboten wurde und von der Stammposition her rechts außen spielt. Eine Entscheidung, ob der Profi tatsächlich für einen Vertrag infrage kommt oder eben nicht, steht noch aus.