MSV 2020 im Pappelstadion: Das Märchen wird zum Heimatfilm
Geblieben ist, was nicht weggerissen werden konnte. Das Mattersburger Pappelstadion präsentiert sich nach dem Finanz-Crash des SVM rund um Ex-Präsident Martin Pucher und dessen Commerzialbank in gewisser Weise geerdet. Im Sommer 2020 löste sich der Verein auf und verschwand von der Bildfläche. Nach und nach. Sämtliche beweglichen Güter, über 12.800 Posten, wurden 2021 versteigert. Alles, was im Lauf der Bundesliga-Jahre sukzessive entstand, ist längst wieder weg. Keine Zusatztribüne hinter dem Gästetor, kein VIP-Zelt, keine VIP-Tribüne, kein Fernsehturm - und doch mutierte das Pappelstadion dadurch bei weitem nicht zum Sportplatz. Die markante Haupttribüne, seit 2001 das augenscheinlichste Merkmal des damaligen Aufstiegs, steht, die authentische Wiese hinter dem Heimtor grünt wie eh und je, das (Ex-)SVM-Vereinshaus steht.