Die im Sommer gegründete „Oggau Freizeitbetriebe GmbH“ der Gemeinde erhielt nun einen Geschäftsführer: Ein Steirer übernimmt ab 1. Jänner die Agenden am See.
Eisenstadt: Mattersburger Straße für Verkehrssicherheitstest einspurig
3 Monate Testzeitraum
Seit Monaten, wenn nicht Jahren, ringen Stadt Eisenstadt und Land Burgenlandum die Zukunft der Mattersburger Straße. Immer wieder haben Umfragen der Stadt oder der Radlobby ergeben, dass die vierspurige Siebzigerzone eine Problemzone sei. Nun startet Mitte August ein dreimonatiger Pilotversuch, der zeigen soll, ob sich die unterschiedlichen Interessen miteinander vereinbaren lassen.
Präsentierten Details zum Pilotversuch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Mattersburger Straße: (v.l.) Hannes Thiesz, Geschäftsführer Bau und Betrieb Burgenland (BBB), Sabine Kaulich, Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), Landesrat Heinrich Dorner und Bürgermeister Thomas Steiner.
© zVg LMS
Während die Stadt den Straßenraum für Anrainer lebenswerter und sicherer machen möchte, will das Land die Leistungsfähigkeit der wichtigsten Einfahrtsstraße für tausende Pendler erhalten. "Die Mattersburger Straße muss für Fußgeher sicherer werden", ging Verkehrslandesrat Heinrich Dorner bei der Präsentation gleich anfangs auf Bürgermeister Thomas Steiner zu. Dieser kam ihm entgegen: Man wisse, "dass der Verkehr nicht an der Stadtgrenze endet". Genau deshalb wolle man keine Lösung am Reißbrett umsetzen, sondern zunächst unter realen Bedingungen testen.
Ein wichtiger Punkt, den Stadt und Land betonen: Im dreimonatigen Test geht es noch nicht darum, neue Geh- oder Radwege zu schaffen. Vielmehr soll überprüft werden, ob der Verkehr auch dann funktioniert, wenn künftig je Fahrtrichtung nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung steht.
Dafür wird die Fahrbahn im Testbereich von derzeit vier auf mehr als fünf Meter verbreitert. Das soll trotz Einspurigkeit ein problemloses Passieren von Einsatzfahrzeugen ermöglichen. Abbiegespuren bleiben als zweite Spur erhalten. Erst wenn der Test erfolgreich war, können bauliche Veränderungen für sichere Querungen sowie Geh- und Radwege umgesetzt werden, betont man im Rathaus auf BVZ-Nachfrage.
Dass die Geschwindigkeit auf 50 km/h reduziert wird, hat einen einfachen Grund: Sichere Querungen für Fußgänger sind bei Tempo 70 nicht möglich. Zusätzlich werden sechs provisorische Querungsstellen beleuchtet. Das soll vor allem in den Morgen- und Abendstunden helfen, wenn die tief stehende Sonne die Sicht erschwert.
Die Standorte der Querungen wurden nicht zufällig gewählt. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) erhebt bereits seit mehr als einem Monat Verkehrsdaten und analysiert bestehende Wegebeziehungen. Diese Daten dienen später auch als Vergleichsgrundlage für die Auswirkungen des Pilotversuchs.
Dass der Versuch mitten in den Sommerferien beginnt, ist bewusst gewählt. Während dieser Zeit ist das Verkehrsaufkommen um bis zu zwei Drittel geringer. So soll sich der Verkehr langsam an die neue Situation gewöhnen, bevor mit Schulbeginn wieder deutlich mehr Fahrzeuge unterwegs sind. Die Verantwortlichen erwarten deshalb auch keine längeren Fahrzeiten während der Testphase. Gleichzeitig hoffen sie, dass manche Pendler Alternativen wie den Stadtbus ausprobieren.
Großen Wert legen man, betonten Stadt und Land unisono, auf eine umfassende Information der Bevölkerung. Anrainer, Umlandgemeinden und große Arbeitgeber sollen frühzeitig eingebunden werden. Rückmeldungen sammelt das Kuratorium für Verkehrssicherheit als unabhängiger Partner unter feedbackB50@kfv.at. Gerade diese unabhängige Begleitung sei wichtig, weil das KfV weder politische noch wirtschaftliche Interessen verfolge.