Kaum bekannte Denkmäler

Sehenswert

Nicht jedes geschützte Denkmal ist ein Ansichtskartenmotiv. Bei manchen lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

author Von Elisabeth Kirchmeir

Das erste ORF-Studio in Eisenstadt - hier arbeitet jetzt eine Künstlergruppe.

Das erste ORF-Studio in Eisenstadt - hier arbeitet jetzt eine Künstlergruppe.

© Kirchmeir

Das ORF-Landesstudio im Buchgraben kennt man, aber wussten Sie, dass es in Eisenstadt ein Vorgänger-Gebäude gibt, das bereits die Handschrift des Architekten Gustav Peichl trägt? Direkt neben der Joseph Haydn-Privathochschule befindet sich das unter Denkmalschutz stehende frühere Studio, das von 1970 bis 1982 als Pilotprojekt für spätere ORF-Landesstudios diente.

Das Bürgerackerhaus in der Joseph Haydn-Gasse ist schlicht und steht unter Schutz.

Das Bürgerackerhaus in der Joseph Haydn-Gasse ist schlicht und steht unter Schutz.

© Kirchmeir

Neben den repräsentativen barocken Bürgerhäusern nimmt sich das Bürgerackerhaus in der Joseph Haydn-Gasse 13 fast bescheiden aus. Die eingeschoßige, dreiachsige Bauweise verleiht dem Gebäude einen betont dörflichen Charakter. Der Name verweist auf ein Anwesen, das mit den "Bürgeräckern", den landwirtschaftlichen Nutzflächen der Eisenstädter Bürger, in Verbindung stand.

Wer diese unter Schutz gestellten Kunstwerke sehen will, muss das Gymnasium Wolfgarten besuchen.

Wer diese unter Schutz gestellten Kunstwerke sehen will, muss das Gymnasium Wolfgarten besuchen.

© Kirchmeir

Die meisten unter Schutz gestellten Denkmäler in Eisenstadt befinden sich im Freien, nicht aber eine künstlerische Sensation, an der täglich Hunderte Schülerinnen und Schüler vorbeigehen. Giselbert Hoke, ein führender Vertreter der österreichischen Malerei der Nachkriegszeit, hatte den Auftrag bekommen, in der 1959/60 errichteten Schule - heute Gymnasium der Diözese Eisenstadt - die Stiegenhausfoyers künstlerisch zu gestalten.

Die dreimal zwei großformatigen Fresken, jeweils im rechten Winkel zueinander angeordnet, zeigen biblische Motive.

Die architektonisch interessante Meierhofkapelle behauptet sich neben einem großen Parkplatz-Areal.

Die architektonisch interessante Meierhofkapelle behauptet sich neben einem großen Parkplatz-Areal.

© Kirchmeir

Abseits des Trubels, in einer Ecke des Meierhof-Areals im Stadtteil Oberberg, steht die Meierhofkapelle, ein Zentralbau mit vier flachen Konchen und Kuppelgewölbe. Die Kapelle steht wie auch der Tortrakt des Meierhofs und das Granarium - der historische Getreidespeicher - unter Denkmalschutz.

Die sogenannte Schießstätte in der Reitschulgasse wartet noch auf die Sanierung.

Die sogenannte Schießstätte in der Reitschulgasse wartet noch auf die Sanierung.

© Kirchmeir

In Blicknähe des modernen Eisenstädter Justizgebäudes steht ein unbewohntes, dem Efeu überlassenes Gebäudes. In der Liste der denkmalgeschützten Objekte ist es als "sogenannte Schießstätte" erfasst. Der zweigeschoßige Bau stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Es könnte als Versammlungsort für Schützen gedient haben.

Hier tagte bis 1970 der Kleinhöfleiner Gemeinderat.

Hier tagte bis 1970 der Kleinhöfleiner Gemeinderat.

© Kirchmeir

In der Kleinhöfleiner Hauptstraße 34 befindet sich ein hübscher, zweigeschoßiger Bau aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Hier hatten Gemeinderat, Bürgermeister und Gemeindeverwaltung ihren Sitz, solange Kleinhöflein eine eigenständige Gemeinde war. Erst 1971, als Kleinhöflein in die Freistadt Eisenstadt eingegliedert wurde, verlor das Bauwerk seine Funktion als Gemeindeamt.