Raiffeisen baut neue Zentrale am Stadtrand von Eisenstadt

Baustart 2027

Für 200 Mitarbeitende baut die Raiffeisenlandesbank eine neue Zentrale. Das aktuell genutzte Gebäude wurde bereits an die Landesholding verkauft.

author Von Elisabeth Kirchmeir

Entwurf für den Neubau der Raiffeisenlandesbank Burgenland

So soll die neue Bankzentrale aussehen.

© Raiffeisenlandesbank Burgenland

„Es geht um viel mehr als um ein Gebäude“, sagte Eva Fugger, Generaldirektor-Stellvertreterin der Raiffeisenlandesbank, bei einer Pressekonferenz am Montag, 28. September 2026. „Es geht um ein Bekenntnis zum Standort.“
An der Eisenstädter Stadteinfahrt bei der Mattersburger Straße soll bis 2030 die neue Zentrale der Bank entstehen. 55 Millionen Euro werden in den Y-förmigen Bau investiert, der in Holzhybridbauweise errichtet wird.
Der Neubau sei notwendig, so Eva Fugger, weil der Standort in der Friedrich Wilhelm Raiffeisen-Straße in Eisenstadt heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werde. Teile des Gebäudes stammen aus den 1950er-Jahren, es herrsche Platzmangel in den Kundenbereichen und Büros und bei den Parkplätzen.
Eine Standortanalyse habe ergeben, so Eva Fugger, dass „alle Wünsche am neuen Standort am besten umsetzbar“ seien.

Wohlfühl-Atmosphäre soll in den neuen Büroräumen herrschen.

Wohlfühl-Atmosphäre soll in den neuen Büroräumen herrschen.

© Raiffeisenlandesbank Burgenland

Die neue Bankzentrale soll auf einem freien Areal zwischen dem früheren Kika-Möbelhaus und dem Gartencenter Bellaflora errichtet werden. Man wolle, kündigte Eva Fugger an, „möglichst wenig neu versiegeln“. Für Nachhaltigkeit sorgen Photovoltaik, Batteriespeicher und Erdwärme, für die es bereits eine Probebohrung gegeben habe.

Das Bauprojekt soll noch heuer bei der Stadtgemeinde Eisenstadt eingereicht werden, Baustart ist für rund in einem Jahr geplant, die Übersiedlung für Mitte 2030.

Raiffeisenlandesbank-Vorstandsdirektor Rudolf Suttner kündigte barrierefreie Kundensserviceräume im Erdgeschoß des Neubaus an. Räumlichkeiten und Garten könnten für Veranstaltungen genützt werden. Im ersten Stock sollen die Mitarbeitenden ihre Büros finden, und im obersten Stockwerk sind eine Cafeteria samt Terrasse geplant.

Vorstandsdirektor Rudolf Suttner, Generaldirektor-Stellvertreterin Eva Fugger und Vorstandsdirektor Matthias Trost präsentierten das Konzept für den Neubau der Raiffeisenlandesbank-Zentrale.

Vorstandsdirektor Rudolf Suttner, Generaldirektor-Stellvertreterin Eva Fugger und Vorstandsdirektor Matthias Trost präsentierten das Konzept für den Neubau der Raiffeisenlandesbank-Zentrale.

© Raiffeisenlandesbank Burgenland

Das bisherige Gebäude der Raiffeisenlandesbank wurde bereits vor einem Jahr um 11,4 Millionen Euro erworben. Die Landesbank ist derzeit Mieter in dem Gebäude.

Neue Eisenstädter: „Ball liegt beim Land“

Noch nicht abgeschlossen ist die Abtretung eines Großteils der Anteile an der Wohnbaugesellschaft Neue Eisenstädter von Raiffeisen an das Land Burgenland. „Es wurden noch nicht alle Bedingungen erfüllt“, sagte Eva Fugger anlässlich der Pressekonferenz am 28. September. „Der Ball liegt beim Land“. Ausständig sei eine Zustimmung durch den Revisionsverband der Gemeinnützigen Wohnbauträger.

15 Prozent der Neuen Eisenstädter sollen bei Raiffeisen verbleiben. „Wir glauben schon, dass es Sinn macht, weiterhin an der Neuen Eisenstädter beteiligt zu bleiben“, sagte Eva Fugger.