Am Samstag feierten die Esterházy Husaren in der Basilika Loretto ihr 25-jähriges Jubiläum. Höhepunkt war die Ernennung neuer Husaren und Weihe einer neuen Standarte.
SOS Kinderdorf: Neuer "Anker" für Kids in Eisenstadt
Tagesbetreuung
Kinder in schwierigen Situationen finden in einer neuen Betreuungsstelle von SOS Kinderdorf in Eisenstadt ein stärkendes pädagogisches Angebot.
Symbolische Eröffnung: Kinder- und Jugendanwältin Nicole Bartl, Kinderdorf-Leiter Marek Zeliska, pädagogische Leiterin Bernadette Kalcher, Landesrat Leonhard Schneemann, Eisenstadts Vizebürgermeister Istvan Deli und Jugendgemeinderätin Samara Sánchez-Pöll.
© BVZ / Kirchmeir
Am Dienstag, 13. Oktober 2026, wurde das neue "Familienstärkende Tagesangebot" offiziell eröffnet. Untergebracht ist die SOS-Kinderdorf-Einrichtung im Gebäude Gölbeszeile 10-12 in Eisenstadt. Das pädagogische Angebot ist notwendiger denn je, wie Soziallandesrat Leonhard Schneemann sagte: "Die Familien kommen immer mehr unter Druck."
"Im Burgenland leben 48.000 Kinder und Jugendliche, 1.400 von ihnen bekommen Unterstützung von der Kinder- und Jugendhilfe", informierte er. Die Zahl der Gefährdungsmeldungen bei der Kinder- und Jugendliche sei innerhalb von fünf Jahren von 800 (2020) auf fast 2.000 (2025) gestiegen. In den 33 sozialpädagogischen Wohngemeinschaften im Burgenland werden derzeit 350 Kinder und Jugendliche betreut - auch hier gab es einen Anstieg um 100 Betroffene.
Fremdunterbringung in Wohngemeinschaften oder bei Pflegefamilien sei immer der "Plan B", sagte SOS-Kinderdorf-Burgenland-Leiter Marek Zeliska. Ziel sei es, dass die Kinder bei ihren Familien bleiben können. Eine neue Hilfestellung bei der Umsetzung dieses Ziels bietet die neue Betreuungseinrichtung in Eisenstadt, die in den Hilfeplanprozess der burgenländischen Kinder- und Jugendhilfe eingebettet ist.
Hilfestellung in belastenden Situationen
Das Angebot steht Kindern im Alter von 6 bis 15 Jahren zur Verfügung, die daheim belastende Familiensituationen erleben: ein Elternteil ist erkrankt oder drogenabhängig, das Kind erlebt eine konfliktreiche Trennung der Eltern oder eine finanzielle Notsituation.
In solchen schwierigen Situationen finden Kinder und Jugendliche in der neuen Betreuungseinrichtung einen stabilen Anker. "Wir arbeiten an Lösungsstrategien, bieten ein freizeitpädagogisches Programm und arbeiten eng mit den Familien und anderen Institutionen zusammen", erklärte Bernadette Kalcher, die pädagogische Leiterin des Tagesangebots.
Zehn Kinder können gleichzeitig betreut werden, derzeit sind es neun. Alle kommen aus Eisenstadt oder der Region. Am Vormittag besuchen sie die Schule, am Nachmittag werden sie in der SOS Kinderdorf-Einrichtung betreut. Auch vom Schulunterricht suspendierte Schüler oder sogenannte "Schulverweigerer" finden hier eine Anlaufstelle.
"Ziel ist es, sie zu stabilisieren, damit sie wieder zur Schule gehen", sagte SOS-Kinderdorf-Leiter Zeliska.