In Zagersdorf sind im Bereich von Kirche und Kindergarten die Straßen aufgegraben worden. Asphaltiert wird jetzt doch noch nicht.
Waldorfschule in St. Georgen offiziell eröffnet
Gasthof Wimmer neu belebt
Die Waldorfschule Eisenstadt wurde am Samstag, 17. Oktober 2026, offiziell an ihrem neuen Standort im Stadtteil St. Georgen eröffnet.
Nicolette Wallmann, Obfrau der Waldorfschule Eisenstadt, rührte ihren Vorgänger Franz Knipp mit der Ehrenmitgliedschaft im Schulverein zu Tränen.
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Im früheren Gasthaus Wimmer fand die Schule ein neues Zuhause und viele St. Georgener nützten das Eröffnungsfest, um die vertrauten Wirtshaus-Räume nach dem Umbau zu besichtigen.
Überrascht durften sie feststellen, dass der Speisesaal samt Bierschank erhalten blieb - hier wurde ein köstliches Buffet für die Gäste aufgetischt und an Wochentagen nehmen die Schülerinnen und Schüler hier ihr Essen ein. "Aula" nennen sie den Raum jetzt.
Der frühere Festsaal ist ein multifunktionaler Bewegungsraum, der den vielen Eröffnungsgästen ausreichend Platz bot. Die Gästezimmer im ersten Stock wichen schönen hellen Klassenräumen.
"Viel Arbeit liegt hinter uns und man braucht viel Mut für so ein Projekt", sagte Nicolette Wallmann, Obfrau des Schulvereins. Lehrerinnen und Lehrer und viele Eltern packten den Sommer über fleißig an und übersiedelten das Schulinventar vom alten, seit 2010 genutzten Schulstandort gegenüber der Martinkaserne in Eisenstadt nach St. Georgen.
Bürgermeister Thomas Steiner gratulierte: "Mit dem Gebäude in St. Georgen wurde ein Meilenstein geschafft. Die Schule ist hier auch viel sichtbarer." Er brachte zwei Geschenke mit: 1.000 Euro für die Schulkassa und einen Stadtbaum, der im Rahmen der Eröffnungsfeier gepflanzt wurde.
Bürgermeister Thomas Steiner überreichte der Schulvereins-Obfrau Nicolette Wallmann die Urkunde für die Baumpatenschaft.
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Franz Knipp, bis Ende August 2026 Obmann des Schulvereins, erinnerte sich, dass man vor fünf Jahren schon einmal mit Wirt Reinhard Wimmer verhandelt hatte. Damals hatte man noch kein Ergebnis erzielt. "Vor eineinhalb Jahren gab es dann aber einen neuen Anlauf", berichtete Franz Knipp. "Es war nicht einfach: Wir sind ein Verein und haben nichts. Da ist es schwierig, etwas einzukaufen."
Die Schulgemeinschaft hatte Glück und fand in der Familie Nemeth einen Investor. Erwin Nehmeth, St. Georgener Unternehmer und Obmann des örtlichen Fußballvereins, glaubte an das Projekt und finanzierte mit seiner Familie den Umbau. Die Waldorfschule ist jetzt in dem schmucken Gebäude eingemietet.
Investor Erwin Nemeth erhielt einen Geschenkkorb und viel Applaus
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Als Nicolette Wallmann an Franz Knipp die Ehrenmitgliedschaft der Schule überreichte, konnte er seine Rührung nicht mehr verbergen. Mit langem Applaus würdigten die Gäste seine Verdienste um das Schulprojekt.
Gedankt wurde auch Sonja Koch, Geschäftsführerin von JT Computer in Eisenstadt. Sie unterstützt die Schule und sieht dies als Investition in Bildung und Zukunft. "Meine drei Nichten sind hier an der Schule und ich merke, dass man sich sehr auf ihre Stärken fokussiert", lobte sie das Waldorf-Konzept.
"Immer wieder habe ich auf die Baustelle geschaut", sagte der ehemalige Wirt Reinhard Wimmer. "Wenn ich zurückdenke - es waren viele da, die sich für das Gebäude interessierten", erzählte er. "Die meisten redeten von Abbruch oder Teilabbruch und Neubau."
Reinhard Wimmer, früher Wirt im jetzigen Schulgebäude, bedankte sich bei den Erstklasslerinnen für ihr Präsent - eine Tasse mit dem Schullogo.
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Zum Glück habe man die Familie Nemeth "gefunden", die sich bereiterklärte, den alten Bestand neu zu beleben. Wirt Reinhard Wimmer freute sich, dass nun mitten im Ort ein neues Kommunikationszentrum entstanden ist, das vielseitig genutzt werden könne. "Als Nachfolge könnte ich mir nichts Schöneres wünschen", sagte er.
Jerome Menges erinnerte als Vertreter des Waldorf Bundes Österreich an die Philosophie der Waldorfschule: "Das Kind in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen." Was der Eisenstädter Schulverein auf die Beine gestellt hat, sei "phänomenal", sagte Jerome Menges. Und noch etwas begeisterte ihn: Die Waldorfschule Eisenstadt sei die "einzige Schule mit Bierzapfhahn in der Aula - das finde ich super!", lachte er.
"Ich freue mich jeden Tag zu sehen, wie motiviert die Kinder sind", sagte Schulleiterin Lisa Fehringer-Kohl. Der neue Standort solle Inspiration und Entwicklung bieten. "Es ist die Aula, die hatten wir früher nicht", sagte Mattheo, Schüler der 8. Schulstufe. "Da spielen wir Tischtennis." Auch eine Sporthalle gab es am alten Standort der Schule nicht.
"Es ist viel entspannter als in einer öffentlichen Schule", lobte Sophie aus der elften Schulstufe den Waldorfunterricht. "Wir haben eine engere Verbindung zu anderen Klassen und Lehrern."
Am Programm der Eröffnungsfeier standen auch Darbietungen der Schülerinnen und Schüler in den Klassen. Am Nachmittag wurde das englische Theater "Sherlock Holmes" aufgeführt.