Wo die Bücherei noch funktioniert

"Österreich liest"-Woche in Gemeindebücherei WImpassing

Gemeindebüchereien erfreuen sich großer Beliebtheit, wie bei den (interaktiven) Lesungen für alle Altersstufen in der Gemeindebücherei Wimpassing/Leitha zu sehen war.

Von Sigrid Furtner-Janisch

Interesse. Die Herausgeber Leon Schellhaas und Teresa Mossbauer (hinten,vl.l) mit Büchereileiterin Daniela Fidler sowie den begeisterten Zuhörerinnen Lena, Miria, und Elisabeth (v.l.) in der Gemeindebücherei Wimpassing.

Interesse. Die Herausgeber Leon Schellhaas und Teresa Mossbauer (hinten,vl.l) mit Büchereileiterin Daniela Fidler sowie den begeisterten Zuhörerinnen Lena, Miria, und Elisabeth (v.l.) in der Gemeindebücherei Wimpassing.

© BVZ/Furtner-Janisch

Die Büchereien in Österreich luden in dieser Woche anlässlich der „Österreich liest-Woche“ zu zahlreichen Veranstaltungen, so auch die Gemeindebücherei in Wimpassing. Doch wie steht es um die Büchereien im Eisenstädter Bezirk eigentlich? Werden noch Bücher gelesen oder geht der Trend eher in Richtung elektronischer Geräte und online-Büchern? Die BVZ fragte nach.

Daniela Fidler, Leiterin der Gemeindebücherei Wimpassing und Regionalbetreuerin für die Gemeindebibliotheken im Bezirk Eisenstadt von Bibliotheken Burgenland, hat eine eindeutige Antwort: Bücher und Büchereien sind nach wie vor beliebt.

„Wir sind wieder auf Vor-Corona-Niveau“, stellt sie erfreut zur Anzahl der Menschen, die regelmäßig Bücher ausborgen, fest. Außerdem würden derzeit so viele ehrenamtliche Mitarbeiter wie schon lange nicht die Ausbildung zu Bibliothekaren machen.

Das rege Interesse an Büchern hängt auch mit den vielfältigen Veranstaltungen zusammen, die die Büchereien organisieren, viele davon für Kinder. Sinnerfassendes Lesen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten. Hier leisten die ehrenamtlichen Bibliothekare einen wichtigen Beitrag.

Veranstaltungen, wie der „WeltBuch(tel)tag“, eine Lamawanderung durch Wimpassing oder die traditionelle „Halloween“-Lesung in Hornstein sind Beispiele für die engagierte Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Bezirk.

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Wo die Bücherei noch funktioniert
Kulinarik. Auch für das leibliche Wohl sorgten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wie Lydia und Elisabeth (v.l.).

© BVZ/Furtner-Janisch

Wo die Bücherei noch funktioniert
Basteln. Nach der Lesung bastelten auch Christoph und Jonathan (v.l.) Glücksgläser für ihre zukünftigen Glücksmomente.

© BVZ/Furtner-Janisch

Wo die Bücherei noch funktioniert
Willkommen. Das Team rund um Daniela Fidler (r.), Claudia Stingl, Lydia Edelmann und Ingrid Konstanzer (v.l.) freute sich auch über den Besuch von Autorin Angela Szivatz (Mitte).

© Gemeindebücherei Wimpassing

Wo die Bücherei noch funktioniert
Kreativ. Mit ihrem Koffertheater wurde die Geschichte ""Wir sind nicht aus Zucker" von Leonora Leitl noch interaktiver und begeisterte die vielen großen und kleinen Besucher.

© Gemeindebücherei Wimpassing

Aktuelles Beispiel ist die „Österreich liest“-Woche Ende Oktober. In der Gemeindebücherei in Wimpassing gab es dazu gleich mehrere Events für jedes Alter. So besuchten die Vorschulkinder ein Bilderbuchkino in der Bücherei und bastelten passend zur Geschichte eine Wimpelkette, die nun in der Bücherei ihren Platz gefunden hat.

Am Nachmittag wiederum begeisterte das Koffertheater „Wir sind nicht aus Zucker“ von Autorin Leonora Leitl mit einer Geschichte über den Schulweg. Junge Leser wurden auch bei der Lesung der Herausgeber Teresa Mossbauer und Leon Schellhaas angesprochen, die „Immer wenn wir…“ vorstellten, einer Sammlung von Ritualen von Kindern und ihren Familien. Danach bastelten sie eigene „Glücksgläser“, in denen auf Zetteln notierte Glücksmomente gesammelt werden.

Autorin Angela Szivatz gab bei der Abendlesung ihres zweiten Krimis „Mörderisches Gspür“ erwachsenen Krimifans wiederum Einblicke in ihren Schreiballtag.