Die Pfarren St. Margarethen, Oggau, Rust und Mörbisch werden seit September in einem gemeinsamen Seelsorgeraum geführt. Im Gespräch mit Daniel Freismuth (BVZ) erklären der neue Pfarrleiter und die Sekretärin des neuen Seelsorgeraums, welche Veränderungen und Vorteile der Seelsorgeraum mit sich bringt.
Breitenbrunn: Neues Feuerwehr-Haus fixiert
Aus dem Gemeinderat
Die Sanierung der Arztpraxis sowie der Grundkauf für ein neues Feuerwehrhaus waren Themen im Breitenbrunner Gemeinderat.
Sitzung. In der Kirschblütenhalle besprach und beschloss der Gemeinderat unter anderem die Arztpraxissanierung sowie den Grundkauf für ein neues Feuerwehrhaus.
© Furtner-Janisch
In der kürzlich stattgefundenen Sitzung des Gemeinderats Breitenbrunn wurden zwei kostenintensive Projekte auf den Weg gebracht: die Sanierung der Arztpraxis sowie der Neubau eines Feuerwehrhauses.
Nach der Neuübernahme der Praxis für Allgemeinmedizin in Breitenbrunn wird diese nun saniert, um so den neuesten Auflagen zu entsprechen. Die Kosten dafür werden ersten Schätzungen der Projektentwicklung Burgenland GmbH (PEB), die mit der Umsetzung der Sanierungen beauftragt wurde, bei rund 530.000 Euro liegen. Dafür soll ein Darlehen aufgenommen werden. Außerdem wird es voraussichtlich Bedarfszuweisungen vom Land geben.
Da die jetzigen Räumlichkeiten durch die Arbeiten nicht benutzbar sein werden, muss ein Ausweichquartier gefunden werden. Zunächst überlegte die Gemeindeführung, die Praxis in Containern unterzubringen. „Diese sind aber zu kostspielig“, wie Bürgermeister Helmut Hareter (SPÖ) wissen lässt. Die Kosten für die Container hätten rund 50.000 Euro betragen, für drei Monate.
Daher habe man sich nun entschieden, die Praxis für die Umbaudauer in die Räumlichkeiten des Betreubaren Wohnens in der Kirchengasse unterzubringen. „Hierfür müssen kleinere Adaptierungen erfolgen, die dann aber auch darüber hinaus Sinn machen, wie etwa die Klimaanlage, die nun eingebaut wird“, so Hareter.
Gemeinde kauft Grund für FF-Haus an
Ein neues Feuerwehrhaus ist schon seit Jahren Thema in der Gemeinde, da das jetzige Feuerwehrhaus nicht mehr genug Platz für die gesamte Ausrüstung bietet. Nun hat die Gemeinde beschlossen, Grundstücke am Ortsrand in Richtung Purbach zu kaufen, wo ein neues Feuerwehrhaus errichtet werden soll.
„Es handelt sich um vier Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 8.700 Quadratmetern. Auf etwa 4.000 davon wird das neue Feuerwehrhaus errichtet“, so Hareter. Der Ankauf soll ebenfalls über ein Darlehen über 700.000 Euro sowie einer Bedarfszuweisung vom Land in Höhe von 400.000 Euro finanziert werden. Zusätzlich will man über den Verkauf der Grundstücke an Betriebe Geld für die Rückzahlung erhalten.
ÖVP und FPÖ kritisieren Kosten
Die ÖVP stimmte hier zum Großteil nicht mit. „Die momentane wirtschaftliche Situation der Gemeinde ist angespannt, was auch in einem Schreiben des Landes zum Rechnungsabschluss 2025 ersichtlich ist“, erklärt ÖVP-Gemeindevorstand Manfred Niszl. Da das Jahr 2025 mit einem Minus von 450.000 Euro abgeschlossen wurde, brauche die Gemeinde die Zustimmung vom Land für neue Darlehen.
FPÖ-Gemeinderat Johann Streimelweger kritisiert, dass nicht schon vor zehn Jahren hier gehandelt wurde. Damals hätte die Gemeinde die Chance gehabt, ein Grundstück zu kaufen, es aber nicht getan. „Das wäre der Gemeinde günstiger gekommen“, ist er überzeugt. Da es hier Versäumnisse gegeben habe, müsse die Bevölkerung in den nächsten Jahren in den sauren Apfel beißen. Es brauche ein konkretes Konzept, um für die Gemeinde mehr Einnahmen zu lukrieren.
Niszl ist ebenfalls besorgt: „Andere Investitionen bleiben wegen den Darlehen womöglich hinten, etwa Straßen- oder Kanalsanierungen.“
Dazu hat Hareter einen Plan: „Auf der restlichen Fläche der nun gekauften Grundstücke möchten wir Firmen ansiedeln, vor allem aus dem Ort. Diese wurden auch schon von der Gemeinde auf die Möglichkeit angesprochen.“ Für Streimelweger ist dies zu wenig: „Für ein zusätzliches Einkommen an Kommunalsteuern wären größere Fremdbetriebe sinnvoller“, ist er sich sicher.
Niszl gibt zu bedenken, dass „auch für Betriebe die wirtschaftliche Situation schwierig ist, um sich neue Standorte zu kaufen.“ Er kritisiert generell, dass angesprochene Sparmaßnahmen nicht umgesetzt würden, etwa im Bereich der Energie- und Personalkosten der Gemeinde.