FreuRaum in Eisenstadt: Konkursverfahren eröffnet

Aus für Social Business

Über die FreuRaum eG in Eisenstadt ist ein Konkursverfahren eröffnet worden. Die Genossenschaft betrieb seit 2019 ein Café und Restaurant als Social Business und führte seit 2023 ein gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice. Laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) ist das Unternehmen inzwischen faktisch geschlossen.

Von Von BVZ Redaktion

FreuRaum in Eisenstadt: Konkursverfahren eröffnet

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Das Landesgericht Eisenstadt eröffnete am 29. Mai 2026 das Konkursverfahren über das Vermögen der FreuRaum eG in Liquidation mit Sitz in der Fanny-Elßler-Gasse in Eisenstadt. Betroffen sind nach Informationen des KSV1870 rund 32 Gläubigerinnen und Gläubiger sowie 150 Mitglieder der Genossenschaft. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen derzeit keine mehr beschäftigt sein.

Social Business in Eisenstadt

Bei der FreuRaum eG handelte es sich um eine Genossenschaft, die in Eisenstadt ein Café und Restaurant als sogenanntes Social Business führte. Seit Juni 2019 bot der Betrieb Speisen und Getränke an und verfolgte zugleich soziale Ziele.

Das Lokal wurde seit 2023 als gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt mit einem Vertrag des Arbeitsmarktservice (AMS) geführt. Ziel war unter anderem die Begleitung, Ausbildung und Vermittlung von Menschen, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Dies erfolgte im Rahmen des Gastgewerbebetriebs, etwa durch die Zubereitung und den Verkauf von Speisen und Getränken aus regionalen und überwiegend biologischen Lebensmitteln.

Pandemie und fehlende Förderung als Ursachen

Als Insolvenzursachen nennt die Schuldnerin die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Die Jahre nach der Eröffnung seien von Einschränkungen und Ausfällen geprägt gewesen. Nach Angaben der Genossenschaft konnten in dieser Zeit keine Bundesförderungen bezogen werden, wodurch Zahlungsrückstände entstanden seien.

2023 sei es gelungen, einen Vertrag mit dem Arbeitsmarktservice für einen sozialökonomischen Betrieb abzuschließen. Dieser Vertrag habe nun jedoch nicht verlängert werden können.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Angaben der Schuldnerin auf rund 202.780,26 Euro.

Fristen für Gläubigerinnen und Gläubiger

Zur Masseverwalterin bestellte das Gericht Rechtsanwältin Mag. Petra Rosenich aus Eisenstadt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 3. August 2026 statt.

Gläubigerinnen und Gläubiger können ihre Forderungen bis 20. Juli 2026 anmelden.