K.O.-Tropfen-Gefahr: Kampagne am Neufelder See

Bädertour

Bei einer Bädertour am Neufelder See machte die Sozialistische Jugend Burgenland junge Menschen auf die Gefahren von K.O.-Tropfen als Form sexualisierter Gewalt aufmerksam. Mit Infomaterialien wurde über Risiken, Prävention sowie Hilfsangebote informiert, um für das Thema zu sensibilisieren und die Botschaft „Sei kein Täter“ in den Mittelpunkt zu rücken.

Von Von BVZ Redaktion

Im Rahmen der Bädertour machte diese auf die Gefahr von K.O.-Tropfen aufmerksam.

Im Rahmen der Bädertour machte diese auf die Gefahr von K.O.-Tropfen aufmerksam.

© zVg/ Sozialistische Jugend Österreich

„Viel zu oft wird Betroffenen gesagt, sie sollten besser auf ihr Getränk aufpassen oder vorsichtiger sein. Damit wird die Verantwortung auf jene abgewälzt, die Gewalt erleben. Dabei sollten Männer ihr Verhalten ändern“, erklärt Vanessa Wiener, Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Burgenland.

Larissa Zivkovic, Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, ergänzt: „K.O.-Tropfen sind kein Einzelfall. Sie sind Ausdruck eines gesellschaftlichen Problems, denn sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen passiert jeden Tag. Solange vor allem darüber gesprochen wird, wie sich Betroffene schützen sollen, anstatt über Täter und die Ursachen von Gewalt zu sprechen, wird sich daran wenig ändern.“

Die Sozialistische Jugend fordert daher mehr Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu Konsens, Sexismus und sexualisierter Gewalt sowie den Ausbau von Schutz- und Beratungsangeboten. „Nicht Frauen müssen ihr Verhalten ändern, sondern Täter. Gleichzeitig braucht es eine Gesellschaft, die Gewalt gegen Frauen konsequent bekämpft, anstatt die Verantwortung auf Betroffene abzuwälzen. Mit unserer Aktion wollen wir genau dafür sensibilisieren“, betont Wiener abschließend.