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Naturakademie: Dem Biber auf der Spur
Bibermanagement
Lebensraum und Lebensweise des Bibers standen bei einer Exkursion der Naturakademie in Eisenstadt im Fokus. Seit zehn Jahren gibt es ein eigenes Bibermanagement des Landes.
Vor Ort. Die Teillnehmer konnten einen Biberdamm besichtigen.
© zVg
Die Naturakademie Burgenland lud in Eisenstadt zu einer Exkursion zum Thema Biber und Bibermanagement im Burgenland ein. Dabei erklärte Dr. Klaus Michalek vom Naturschutzbund die Lebensweise des Bibers, aber auch den Umgang in problematischen Gebieten.
Gestartet wurde beim KIKA-Parkplatz zum Rückhaltebecken beim Eisbach, wo es einen Biberbau gibt. Die Teilnehmer konnten diesen genau begutachten und erkennen lernen. Aber auch andere Tiere konnte man beobachten, die auf der Strecke den Weg der Exkursionsteilnehmer kreuzten, etwa Eisvögel. Den Biber selbst konnte man nicht beobachten, da er nachtaktiv ist.
Michalek erklärte auch die derzeitige Situation rund um den Biber im Burgenland: „Derzeit gibt es rund 190 Bibervorkommen im Burgenland und in etwa 600 Tiere.“ Nicht bei allen seien Maßnahmen erforderlich. Zusätzlich wurden die Renaturierungsmaßnahmen am Eisbach besprochen. Weiters gibt es hier einen rund drei Kilometer langen Wasserlehrpfad, der Auskunft über den Lebensraum gibt, aber auch über Hochwasserschutz und Wasserreinigung informiert.
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Zum Bibermanagement erklärte der Exkursionsleiter die grundlegenden Maßnahmen. Diese sind notwendig, wenn es zu Konflikten zwischen Mensch und Biber kommt, etwa wenn letzterer sich in Menschennähe ansiedelt. Es gibt drei Stufen an Maßnahmen, „wobei immer versucht wird, die schonendste für den Biber anzuwenden“, so Michalek. So ist die erste Maßnahme ein Verbiss- und Nageschutz an Straßenbäumen, die der Biber annagen würde, wenn er im Winter keine Weiden am Wasser zum Fressen findet.
Führen die Aktivitäten des Bibers zu Problemen, etwa Überschwemmungen von Geh- und Radwegen oder Überstauung von Regenwasserrohren oder Rohrdurchlässen bei Brücken, so kann dieser auch vergrämt oder umgesiedelt werden, allerdings ist dafür eine naturschutzbehördliche Ausnahmegenehmigung des Landes Burgenland erforderlich, in der die Rahmenbedingungen und Vorgangsweise festgelegt werden.
Findet man selbst einen Biberbau oder Verbissspuren, so sollte man dies dem Naturschutzbund melden, empfiehlt Michalek, vor allem falls dies im bewohnten Gebiet liegt. So könne man die richtigen und schonendsten Maßnahmen für das Tier einsetzen.
Bereits seit 2015 gibt es ein Bibermanagement vom Land Burgenland, das sich bemüht, über die Lebensweise des Bibers zu informieren und das Zusammenleben zwischen den Wildtieren und Menschen möglichst unproblematisch für beide Seiten zu gestalten. Mehr Informationen gibt es unter https://www.burgenland.at/themen/natur/naturschutz/bibermanagement. Hier findet man auch die Kontaktdaten, um einen Biberdamm zu melden.