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Ruster Seehof wird barrierefrei - aber wie?
Denkmalschutz
Der Seehof am Ende der Ruster Hauptstraße ist eine architektonische Perle und steht unter Denkmalschutz. Was der Seehof nicht ist: barrierefrei. Denkmalschutz und Barrierefreiheit - eine Kombination, die sich oft schwer ausgeht.
Der Ruster Seehof soll barrierefrei zugänglich gemacht werden. Wegen des Denkmalschutzes kein einfaches Unterfangen.
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Es ist freilich kein Ruster Phänomen: „Viele Jahre war zu beobachten, wie sich Denkmalschutz und der Ruf nach mehr Barrierefreiheit konterkarierten“, konstatierte das Österreichische Institut für Bautechnik zu diesem Problemfeld. Typisch Österreich versuchte man auf Bundesebene diesen Widerspruch mit einer Fristen-Lösung auszusetzen. Diese ist nun aber auch bereits sieben Jahre ausgelaufen.
Ironischerweise fand die Diskussion im Gemeinderat über die Barrierefreiheit des Seehofes nicht wie sonst im betroffenen Sitzungssaal statt, sondern im Restaurant Katamaran - aus Gründen der Barrierefreiheit. Bei sommerlichen Temperaturen und ohne mobilitätseingeschränkte Personen fand sich dort ein Konsens darüber, dass eine barrierefreie Lösung notwendig. Offen blieb allerdings die Frage nach dem „wie“.
Aufzug oder Treppenlift? Drinnen oder draußen?
Ein Punkt ist dabei freilich der Preis. Diese gehen sehr weit auseinander, erklärt Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ): „Bei einem regulären Aufzug ist mit Kosten von 30.000 bis 80.000 Euro zu rechnen, hinzu kommen dann noch die Kosten für die Errichtung des Fundaments.“ Ein Treppenlift wäre mit 12.000 bis 18.000 Euro weitaus kostengünstiger und ein weniger dramatischer baulicher Eingriff.

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Dieser kann allerdings deutlich weniger Personen transportieren. „Wenn einmal zehn bis 15 Menschen im Rollstuhl zu einer Veranstaltung im Seehof kommen, kann es sein, dass sie zu spät kommen. Das Problem gibt es bei einem normalen Lift nicht. Dafür wäre das eben teurer. Es gibt für beide Varianten gute Argumente“, ist Stagl im wigl wogl.
Und dann ist in beiden Fällen noch die Frage, ob im Seehof oder im Hof des Seehofs gebaut werden soll. Ein Aufzug im Inneren ist aber kaum umsetzbar, außen wäre es dagegen ein erheblicher optischer Eingriff - was wiederum dem Denkmalschutz stören könnte. Ähnlich die Überlegung beim Treppenlift, der im Inneren erheblich teurer wäre als draußen, wegen der Stiegenführung.
Nicht ohne Sanktus des Denkmalschutzes
Die verschiedenen Optionen müssen nun mit dem Bundesdenkmalamt besprochen werden, bevor eine Entscheidung fallen kann. „Wir sind hier bereits im Gespräch“, betont der Bürgermeister.
Kurzum: der Seehof wird barrierefrei, nur wann und wie und um wie viel Geld ist noch offen.