Kinder in schwierigen Situationen finden in einer neuen Betreuungsstelle von SOS Kinderdorf in Eisenstadt ein stärkendes pädagogisches Angebot.
Eisenstädterin glänzt im neuen „Checker Tobi“-Film
Derzeit im Kino
Derzeit sorgt der dritte Teil der beliebten „Checker Tobi“-Reihe für volle Kinosäle. Mittendrin: Samara Sánchez Pöll aus Eisenstadt. Sie fungierte bei den Dreharbeiten in Mexiko als wichtiges Bindeglied zwischen dem Filmteam und den indigenen Maya.
Samara Sánchez Pöll beim Dreh mit Tobias „Checker Tobi“ Krell in Mexiko.
© zVg
Bei der Premiere in Wien wurde Samara Sánchez Pöll erst richtig bewusst, welche Dimension das Projekt hat. „Da waren tausende Kinder. Mir war selbst nicht klar, wie viele Fans Checker Tobi tatsächlich hat“, erzählt sie im Gespräch mit der BVZ. Dass sie Teil der Produktion wurde, verdankt sie auch der Arbeit ihres Vaters, der mit einem Kölner Institut bereits länger Projekte mit Maya-Gemeinschaften in Mexiko betreut. Dieses Institut wurde vom Filmteam kontaktiert, als die Suche nach der Cast begann.
Nach den Filmen über Wasser und Luft steht im dritten Teil der „Checker Tobi“-Reihe das Element Erde im Mittelpunkt. Sánchez Pöll erklärt im Film, wie die alten Maya bereits nachhaltige Anbauarten wie die „Milpa“ nutzten. „Dabei werden Kürbis, Kukuruz und Bohnen gleichzeitig auf einem Feld angepflanzt. Die Pflanzen helfen einander beim Wachstum“, schildert sie das traditionelle Wissen, das heute noch zum Einsatz kommt.
Die Dreharbeiten führten die Crew neben Madagaskar und Spitzbergen auch nach Chiapas in Mexiko, in die Nähe von Samaras Geburtsort San Cristobal. In diesem Gebiet, der abgelegenen Region Chiapas, sprechen viele Bewohner die indigene Sprache Tzotzil, viele aber auch Spanisch. Samara, die ihre frühe Kindheit in Mexiko verbrachte und natürlich Spanisch beherrscht, fungierte als Darstellerin, Übersetzerin und Vermittlerin.
Der Dreh im Februar 2025 dauerte in Mexiko rund eine Woche. „Die Stimmung in der achtköpfigen Crew war sehr locker. Es gab zwar ein Drehbuch, aber die meisten Szenen waren nicht komplett gescriptet“, erinnert sie sich. Gedreht wurde unter anderem im Zapatista-Gebiet. Trotz der Präsenz bewaffneter Gruppen verliefen die Arbeiten friedlich: „Die Regierung mischt sich dort kaum noch ein“, ist Sánchez Pöll erleichtert.
Einen wichtigen Punkt nimmt Sánchez Pöll aus der Zusammenarbeit mit Tobi „Checker Tobi“ Krell mit: Am Ende des Films beschließt der Moderator, eine Fläche in Deutschland zu entsiegeln. Diesen Fokus auf den Bodenschutz sieht die Eisenstädterin als direkten Konnex zum Burgenland, wo das Thema Bodenverbrauch für die Jugendgemeinderätin und Grüne Klubobfrau im Rathaus ebenfalls eine zentrale Rolle spielt.