Diebin stand nach sieben Jahren vor Richterin

Eisenstadt

Eine heute 31-jährige Frau war seit 2012 als Diebin durchs Land gezogen. Jetzt wurde sie verurteilt.

Von Elisabeth Kirchmeir

Die 31-jährige Frau war mit ihrem kleinen Sohn ins Gericht gekommen.

Die 31-jährige Frau war mit ihrem kleinen Sohn ins Gericht gekommen.

© BVZ/Kirchmeir

Die letzte Straftat - einen Handydiebstahl - hatte die Frau, die jetzt mit einem älteren Mann in Wien lebt, im Jahr 2017 in Eisenstadt begangen. Wegen dieser Straftat und weiteren Anklagepunkten aus Oberösterreich und Wien musste sie sich am 4. Dezember 2024 am Strafgericht Eisenstadt verantworten.

Sie kam gemeinsam mit ihrem Lebenspartner und dem gemeinsamen kleinen Sohn in den Gerichtssaal.

Die Frau hatte 2012 als damals 19-Jährige gemeinsam mit ihrem Bruder und einem Freund Einbruchsdiebstähle in Neumarkt am Wallersee, Berg bei Rohrbach und in Linz begangen. Am schwerwiegendsten war der Einbruch in ein Firmengebäude, bei dem ein Tresor mit einem Winkelschleifer aufgeschnitten und 2.441 Euro entnommen wurden.

2015 konnte der Frau ein Handydiebstahl in Wien und 2017 ein weiterer Handydiebstahl in Eisenstadt nachgewiesen werden.

2017 hauste die Frau mit einem Kleinkind, ihrem damaligen Freund und dessen Familie unter prekären Verhältnissen im abbruchreifen Lagerhaus in Eisenstadt. „Ich hatte ein Aufenthaltsverbot bekommen, weil ich mehrere Vorstrafen hatte“, so die heute 31-Jährige. „Es war wirklich schwer, wir hausten im Lagerhaus, das dann abgerissen wurde. Ich hatte keine Familie, war im Kinderheim aufgewachsen“, sagte sie.

Zu den Einbruchsfakten und Diebstählen bekannte sie sich reumütig schuldig. Die Frau wurde zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Sie nahm das Urteil an. Der ältere Mann, mit dem sie jetzt zusammenlebt, zahlte jene 160 Euro, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft für verfallen erklärt worden waren - es handelte sich um den Wert des in Eisenstadt gestohlenen Handys.