Drei Eisenstädter Volksschulen werden bereits von einer Direktorin geleitet. Wie sind die Pläne für die in Bau befindliche vierte Schule?
Großhöflein: Eintracht und Vetos
Gemeinderat
Großteil der Beschlüsse im Gemeinderat fiel einstimmig. Listen bei Abstimmungen das Zünglein an der Waage.
Beide Großparteien scheiterten bei der Gemeinderatssitzung mit einem Antrag. Das ungewöhnliche Kräfteverhältnisse macht es möglich.
© Gemeinde
Die Kräfteverhältnisse seit den Gemeinderatswahlen in Großhöflein machen es bei jeder Sitzung spannend: Die Bürgermeister-Partei ÖVP hält bei sieben Mandaten, die SPÖ als stimmenstärkste Fraktion bei neun. FLG und BFG sind dabei mit drei bzw. zwei Stimmen also oft „Königsmacher“ bei Uneinigkeit der beiden Parteien. So scheiterten beide Großparteien auch in der Vorwoche mit jeweils einem Antrag.
Die ÖVP brachte eine Petition gegen die sogenannte Baulandmobilisierungsabgabe des Landes ein. Doch die FLG machte Bürgermeisterin Maria Zoffmann einen Strich durch die Rechnung, die SPÖ stimmte — ebenfalls ganz auf Linie der Landespartei — gegen den Antrag. Die Abgabe auf ungenutztes Bauland sei „eine tolle Initiative auch für Großhöfleiner Jungfamilien, die vom Eigenheim träumen. Völlig unverständlich, warum sich die ÖVP Großhöflein in ihrer Petition gegen diese sozial gerechte und zukunftsweisende Idee ausgesprochen hat“, wettert die SPÖ um Vize-Bürgermeister Dragan Kunkic.
Ebenfalls eine landespolitische Komponente hatte auch der Antrag der SPÖ, der bei der Gemeinderatssitzung keine Mehrheit fand. Das angekündigte Pflegekompetenzzentrum des Landes war von Beginn an ein Politikum im Ort (die BVZ hat berichtet). Die SPÖ setzte sich für einen Grundsatzbeschluss für das Pflegezentrum ein, die anderen Fraktionen gingen nicht mit. „Ich bin definitiv nicht gegen eine Pflegestützpunkt in Großhöflein“, betont die Bürgermeisterin: „Aber wir haben derzeit einfach gar keine Informationen von Seiten des Landes.“ Ein besseres Grundstück zu finden als jenes am Ortsrand werde zudem schwierig. „Vor allem, da die laut Land notwendigen 4.000 Quadratmeter Baugrund nicht mehr als 70 Euro pro Quadratmeter kosten sollen“, so Zoffmann.