Wimpassing: Fast alle verlieren, nur FPÖ legt trotz HAUS-Konkurrenz zu

Landtagswahl-Analyse

Nur die FPÖ konnte in Wimpassing Stimmen dazu gewinnen - obwohl ihr Gemeinderat für „Hausverstand“ kandidierte.

Von Sigrid Janisch

Wimpassings SPÖ-Bürgermeister Ernst Edelmann ist zufrieden mit dem Gemeindeergebnis und freut sich über mehr Vorzugsstimmen.

Wimpassings SPÖ-Bürgermeister Ernst Edelmann ist zufrieden mit dem Gemeindeergebnis und freut sich über mehr Vorzugsstimmen.

© SPÖ

In Wimpassing legt nur die FPÖ zu, alle anderen verlieren - natürlich mit Ausnahme der neu angetretenen Liste Hausverstand. Die SPÖ, die Partei von Bürgermeister Ernst Edelmann, erreicht 46,75 Prozent mit 431 Stimmen. Vor fünf Jahren waren es 49,26 Prozent mit 398 Stimmen, verliert jetzt also 2,51 Prozent und 33 Stimmen. Edelmann stellt dazu fest: „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Eigentlich hat die SPÖ durch die höhere Wahlbeteiligung sogar mehr Stimmen erhalten.“ Er erhält im Bezirk 405 Vorzugsstimmen, 229 davon in Wimpassing.

Zum Ergebnis der anderen Parteien sagt er: „Es hat mich überrascht, dass die ÖVP so viel verliert. Dass die FPÖ stark abschneidet, war klar, da sie schon bei der Nationalrats- und EU-Wahl stark war.“

Er kandidierte auch für den Landtag, und ist mit seinen Vorzugsstimmen ebenfalls „ sehr zufrieden. In Wimpassing erhielt ich 53 Prozent der gesamten Vorzugsstimmen für die SPÖ, Das sind mehr als bei der Landtagswahl 2020“, freut er sich. In den Landtag zieht er aber nicht ein, da andere Kandidaten mehr Vorzugsstimmen erhielten.

Auch die ÖVP liegt mit 17,57 Prozent mit 162 Stimmen hinter dem Ergebnis von 2020 (27,10 Prozent, 219 Stimmen). Das entspricht einem Minus von 9,53 Prozent zur Landtagswahl im Jahr 2020.

Wimpassing: Fast alle verlieren, nur FPÖ legt trotz HAUS-Konkurrenz zu

© ÖVP Wimpassing

FPÖ gewinnt trotz Ackerbauer-Kandidatur für „Hausverstand“

Die verlorenen Stimmen von SPÖ und ÖVP gehen fast vollständig an die FPÖ. Sie erreicht 27,66 Prozent mit 255 Stimmen. 2020 waren es 15,47 Prozent mit 125 Stimmen. Das entspricht einem Zuwachs von 12,19 Prozent. Bemerkenswert: FPÖ-Wimpassing-Urgestein Hans Ackerbauer war nach einem Streit mit der Landespartei über seine Listenplatzierung für die Liste „Hausverstand“ (kurz: HAUS) angetreten. Das ging nicht auf: Die Liste Hausverstand erhält 1,63 Prozent mit 15 Stimmen.

Auch Grüne verlieren in Wimpassing und stehen bei 4,45 Prozent mit 41 Stimmen, im Vergleich waren sie 2020 bei 6,06 Prozent und 49 Stimmen. Sie verlieren 1,61 Prozent.

Die NEOS erreichen 1,95 Prozent mit 18 Stimmen und verlieren damit 0,15 Prozent. 2020 hatten sie 2,10 Prozent mit 17 Stimmen.

Die Wahlbeteiligung erhöht sich in Wimpassing auf 71,92 Prozent von 65,70 Prozent im Jahr 2020, also um 6,22 Prozent.

Ergebnis

- SPÖ: 46,75 % (431 Stimmen; - 2,51 Prozentpunkte)
- ÖVP: 17,57 % (162 Stimmen; - 9,53 Prozentpunkte)
- FPÖ: 27,66 % (255 Stimmen; + 12,19 Prozentpunkte)
- GRÜNE: 4,45 % (41 Stimmen; - 1,61 Prozentpunkte)
- NEOS: 1,95 % (18 Stimmen; - 0,15 Prozentpunkte)
- HAUS: 1,63 % (15 Stimmen; + 1,63 Prozentpunkte)