Die Waldorfschule Eisenstadt wurde am Samstag, 17. Oktober 2026, offiziell an ihrem neuen Standort im Stadtteil St. Georgen eröffnet.
100 Fahrräder für den Sommer in der Stadt
Leihrad: so funktioniert'
Das „Sommerbike“-Angebot wurde von einigen Seegemeinden auf die Landeshauptstadt (und Rust) erweitert: So funktioniert das flexible „nextbike“-System.
Fahrräder so weit das Auge reicht. In der Landeshauptstadt kann man von mehr als zehn Stationen losradeln, auch vom Stadtrand bei der Hochschule, beim Freibad im Schlosspark und beim Kulturzentrum am Colmarplatz (Bilder v.l.).
© Wolfgang Millendorfer
Sie fallen auf, die roten Räder mit der Aufforderung, sie zu „sharen“. Fahrräder also, die man sich teilt, für den schnellen Weg in der Stadt oder auch für einen längeren Zeitraum (15 Minuten kosten im Basistarif einen Euro, pro Tag maximal 19 Euro). In den vergangenen Wochen sind die Verleih- Stationen in Eisenstadt aufge- poppt, von der Hochschule am Stadtrand bis zum Schloss Esterházy, vom Colmarplatz bis zum Schlosspark. Rund 100 Räder stehen zur Verfügung.
Das „Geheimnis“ lüfteten Land, Stadt, Burgenland Tourismus und Mobilitätszentrale nun mit einer gemeinsamen Präsentation: Die Initiative „Sommerbike“, die am Neusiedler See schon bekannt ist, gibt’s jetzt auch in der Landeshauptstadt. Grund dafür ist nicht zuletzt ein großer Event im Spätsommer: Für den ersten österreichischen „Rad- und Fußverkehrsgipfel“ ist Eisenstadt von 9. bis 11. September Gastgeber für alle Bundesländer. Die „aktive Mobilität“ wird dabei als Zukunftsthema behandelt.
Das passt ausgezeichnet zum burgenländischen Credo, zum „Radland Nummer eins“ zu werden, touristisch vielversprechend und auch nachhaltig. Mit laufenden Investitionen in die Rad-Infrastruktur und mit Aktionen zur Bewusstseinsbildung arbeite man konstant daran, erinnerte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner bei der Präsentation.
Nachdem bei der Initiative „Burgenland radelt“ zuletzt wieder viele Kilometer gesammelt wurden, ist Dorner schon gespannt, wie das neue Angebot angenommen wird: „Ein Service, das so flexibel wie das ,nextbike’-System das Ausleihen von Rädern ermöglicht, ist natürlich eine interessante Ergänzung.“
Auf die einfache Handhabung wird ausdrücklich hingewiesen: Über die „nextbike“-App (online auch auf nextbike.at) kann sich jeder und jede einfach registrieren, Rad-Standorte finden und es gleich selbst ausprobieren.
Per App wird der Code am Rad gescannt, dann öffnet sich das Schloss automatisch. Das Pausieren einer Fahrt ist ebenfalls möglich, am Ende wird das Rad bei einer Station wieder „eingeloggt“ (abseits der Stationen wird eine Gebühr von 20 Euro zusätzlich berechnet). Bis zu vier Fahrräder können über einen Account gleichzeitig ausgeliehen werden.
Nachhaltige Mobilität passe auch als Baustein in die Konzepte der Stadt, hält Bürgermeister Thomas Steiner fest: „In den vergangenen Jahren wurde der Ausbau der Radwege konstant vorangetrieben. Diesen Weg gehen wir weiter.“ Die Mobilitätszentrale Burgenland und der Burgenland Tourismus sind ebenfalls mit an Bord.
Und auch Rust ist – wie mehrere See-Gemeinden – jetzt übrigens Teil des „nextbike“-Netzwerks, mit Stationen beim Hafen oder beim Seebad.
In der Fußgängerzone wurden wieder Räder gerettet: Die Aktion der Grünen hat schon Tradition, kostenlos werden dabei Fahrräder gecheckt und fit gemacht. Reparaturprofi Albi „Herr Hofrad“ Chmelar war mehrere Stunden im Einsatz, überprüfte Bremsen, Reifen und erledigte kleinere Reparaturen direkt vor Ort. Am Ende wurden 27 Fahrräder „gerettet“.
Entspannt geplaudert wurde am grünen Stand auch: Dass sich Eisenstadt für Alltagswege am Rad besonders eignet, das bestätigte das Interesse. „Umso wichtiger ist es, dass Radfahren sicher, einfach und alltagstauglich bleibt“, sagt die Eisenstädter Grünen-Klubobfrau Samara Sánchez Pöll.