PIAAC-Studie: Lesekompetenz in Österreich deutlich zurückgegangen

Lesekompetenz

Die internationale PIAAC-Studie prüft die Grundkompetenzen Erwachsener zwischen 16 und 65 Jahren in 31 Ländern. Die Ergebnisse für Österreich sind alarmierend: Der Anteil der Personen mit niedrigen Lesekompetenzen ist von 17 % (2011/12) auf 29 % (2022/23) gestiegen. Hochgerechnet haben rund 1,7 Millionen Menschen in Österreich Schwierigkeiten, Texte sinnerfassend zu lesen.

Von BVZ Redaktion

OSR Johannes Fenz, Berufsschuldirektor i.R., HR OSR Alfred Lehner, BEd MA, Bildungsdirektion Burgenland, Walter Reiss, Moderation, Mag.a Kathrin Weinelt, Geschäftsstelle der BUKEB, Dr.in Christine Teuschler, BUKEB-Vorsitzende, Dr. John Evers, KEBÖ, Dr. Eduard Stöger, Statistik Austria und Dr. Jan Niggemann, oieb

OSR Johannes Fenz, Berufsschuldirektor i.R., HR OSR Alfred Lehner, BEd MA, Bildungsdirektion Burgenland, Walter Reiss, Moderation, Mag.a Kathrin Weinelt, Geschäftsstelle der BUKEB, Dr.in Christine Teuschler, BUKEB-Vorsitzende, Dr. John Evers, KEBÖ, Dr. Eduard Stöger, Statistik Austria und Dr. Jan Niggemann, oieb

© zVg / BuKEB / Marakovits

Die Burgenländische Konferenz der Erwachsenenbildung (BuKEB) nahm diese Befunde zum Anlass für eine Fachtagung am 11. Juni im Haus der Begegnung in Eisenstadt. BuKEB-Vorsitzende Christine Teuschler begründete die Initiative damit, dass die Studienergebnisse Ende 2024 bei ihrer erstmaligen Veröffentlichung zwar mediale Aufmerksamkeit erhalten hätten, eine umfassende bildungspolitische Diskussion aber bislang ausgeblieben sei.

Studienleiter Dr. Eduard Stöger von Statistik Austria erläuterte die wesentlichen Einflussfaktoren: Der eigene Bildungsabschluss ist der stärkste Prädiktor für Lesekompetenz, gefolgt von der sozialen Herkunft – ein Zusammenhang, der sich im aktuellen Erhebungszyklus sogar noch verstärkt hat. Weitere signifikante Faktoren sind die Erstsprache, der Kindergartenbesuch sowie die Lesegewohnheiten am Arbeitsplatz. Auffallend: Im Nachbarland Deutschland ist kein vergleichbares Absinken festzustellen.

In der anschließenden Diskussion mit Expertinnen und Experten aus Schule, Erwachsenenbildung und Forschung zeichneten sich klare Forderungen ab: Grundkompetenzen müssen während der gesamten Schul- und Ausbildungszeit im Fokus stehen, Förderprogramme wie die Initiative „Level up", welche Erwachsenen kostenfreien Zugang zu Basisbildung und Pflichtschulabschluss bieten, brauchen gesicherte Finanzierung, und Leseförderung muss als gesamtgesellschaftliche Strategie verankert werden.