DIO-Betreiberin Ursula Wilhelm lud mit den Künstlern Roland und Emma Stadlmann zur Vernissage ins DIO.
Weltladen Eisenstadt sammelt wieder für Kinder in Philippinen
Mangos für guten Zweck
Im Weltladen gibt es wieder fair gehandelte Mangos, mit denen man misshandelte Kinder in den Philippinen unterstützen kann.
Petra Geiger-Kletzl und Anneluise Kämmerer verkaufen fair gehandelte Mangos um "preda" zu unterstützen. Der Verein kümmert sich um missbrauchte Kinder in den Philippinen.
© BVZ/Kaiser
„Wie schwer traumatisiert sind die Kinder?“ - „Sehr!“, antwortet Petra Geiger-Kletzl wie aus der Pistole geschossen. Sie war mit ihrer Weltladen-Kollegin Anneluise Kämmerer mehrere Wochen in den Philippinen, wo ein irischer Pfarrer Shay Cullen das Therapiezentrum „preda“ für Kinder, die Opfer sexueller Gewalt - nicht selten von Sextouristen aus Europa - wurden.
Vor Ort gibt es viele Mango-Bauern, die ebenfalls vor einem Problem stehen: Sie können - unseren Erdäpfelbauern nicht unähnlich - nur makellose Exemplare an die Lebensmittelkonzerne verkaufen, haben keine Planungssicherheit und bleiben nicht selten auf eigentlich guten Lebensmitteln sitzen.
Aus beiden Missständen macht der Weltladen nun etwas Gutes: Die Ernte der Mangobauern wird pauschal gekauft und zu Püree verarbeitet, daraus entstehen gesunde Naschereien, die auch im Weltladen in Eisenstadt landen. Mit dem Erlös wird „preda“ bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützt.
Das ist auch dringend notwendig, erzählt Geiger-Kletzl aus ihren Philippinen-Erfahrungen: „Die autoritäre Regierung hat Cullen die Wohltätigkeit aberkannt, was steuerliche Nachteile mit sich zieht.“ Der Mantel des Schweigens sei der Regierung wohl lieber gewesen - sehr zulasten der 150 Kinder und dem psychischen und pädagogischen Personal.
Über „preda“
Die Kinderschutzorganisation preda (Peoples Recovery, Empowerment and Development Assistance) wurde 1974 von dem irischen Priester und Menschenrechtspreisträger Pater Shay Cullen gegründet. Bis heute ist die Stiftung Anlaufstelle und Therapiezentrum für sexuell missbrauchte sowie ehemalig inhaftierte Kinder.