Welch Abend voller großer Emotionen, musikalischen Glanzlichtern und gelebter Solidarität: Am Donnerstag lud die Familie Weintritt zu ihrer traditionellen „Licht ins Dunkel“-Charity-Gala in den Haydnsaal von Schloss Esterházy.
Hornsteiner schreibt über den Schicksalsschlag seines Sohnes
Neo-Autor
„Durch Dick und Darm“ - so lautet der Roman von Daniel Högerl aus Hornstein. In seinem ersten Buch erzählt der Familienvater vom wohl schwersten Kapitel seines Lebens: dem monatelangen Bangen um seinen Sohn, der einem mechanischen Darmverschluss erleidet.
Daniel Högerl schreibt in seinem Roman über den Schicksalsschlag in seiner Familie.
© zVg Daniel Högerl
Wir schreiben das Jahr 2024: kurz vor den Semesterferien klagte der ältere Sohn, namens Clemens, immer wieder über starke Bauchschmerzen. Was zunächst mit Hausmitteln aus der natürlichen Hausapotheke zu lindern versucht wurde, zeigte aber keine Wirkung. Nach einer Untersuchung beim Hausarzt fiel rasch die ernste Diagnose: mechanischer Darmverschluss. Aufgrund der akuten Lebensgefahr wurde der Jugendliche sofort in das Krankenhaus Eisenstadt eingeliefert, wo noch am selben Abend eine Notoperation durchgeführt werden musste.
Nach der Notoperation schien sich der Zustand des Jugendlichen zunächst zu stabilisieren. Doch dann musste man feststellen, dass es doch noch eine weitere Notoperation benötigt. Ein dreiviertel Jahr lang musste Högerls Sohn mit einem künstlichen Darmausgang leben. Danach wurde der Darmausgang wieder zurückoperiert. Clemens lebt nun wieder ohne Einschränkungen – aber es war eine Erfahrung, die nicht nur körperliche, sondern auch psychische Belastungen mit sich bringt. Der Roman beschreibt offen und sensibel, wie die Familie lernen musste, mit der neuen Situation umzugehen, und wie sich aus Verzweiflung langsam wieder Hoffnung entwickelte.
Familienalltag und Mut zur Matura trotz Krankheit
Der Roman ist bewusst nicht als Tagebuch, sondern als literarisch erzählte Familiengeschichte aus der Sicht des Vaters angelegt. Neben den Krankenhausaufenthalten und der belastenden Zeit der Genesung stehen auch Begegnungen mit Verwandten, Lehrern und Freunden im Mittelpunkt. Ebenso wird im Buch geschildert, wie sein Clemens mit einem künstlichen Darmausgang die Matura sowie die anschließende Maturareise meistert und dabei, trotz der schwierigen Umstände, erstaunlich locker bleibt.
Von persönlichen Notizen zum veröffentlichten Buch
Daniel Högerl hatte ursprünglich nicht die Absicht, ein Buch zu schreiben. Der ausgebildete Softwareentwickler begann vielmehr aus einer sehr persönlichen Motivation heraus zu dokumentieren, was in den Tagen und Wochen rund um die schwere Erkrankung seines Sohnes geschah. Während der Zeit, in der sein Sohn auf der Intensivstation lag und aufgrund der medikamentösen Behandlung nur wenig von den Ereignissen mitbekam, begann der Vater, die Abläufe und Erlebnisse sorgfältig zu dokumentieren – als spätere Erinnerung für seinen Sohn. Erst als Familienmitglieder diese Aufzeichnungen lasen, entstand der Anstoß, daraus ein Buchprojekt zu machen. Sie erkannten darin eine eindringliche und erzählenswerte Geschichte, die schließlich zur Veröffentlichung führte.

© Foto: zVg Daniel Högerl
Högerls Botschaft: Hoffnung nach Schicksalsschlägen
Das Buch hat Daniel Högerl in erster Linie seinen beiden Söhnen gewidmet. Sein zentrales Anliegen beschreibt er selbst mit den Worten, er wolle „den Mitmenschen und Freunden sagen, dass man sich von solchen Schicksalsschlägen nicht unterkriegen lassen darf, sondern das Leben genauso weiterführen kann – und dass es damit noch nicht das Ende ist, sondern es überall wieder bergauf geht und sich letztlich auch ein positiver Ausgang ergeben kann“.
Das Buch „Durch Dick und Darm“ des Hornsteiner Autors Daniel Högerl ist im Novumverlag erschienen und ist in allen gängigen Buchhandlungen sowie Online-Shops erhältlich.