Mission: Speckröllchen

Ninas liebes Geflüster

Nina Mayer macht eine Bestandsaufnahme der sportlichen Jänner-Vorsätze.

Von Nina Mayer

Nina Mayer und ihre Freunde verzcihten nicht auf kulinarische Genüsse.

Nina Mayer und ihre Freunde verzcihten nicht auf kulinarische Genüsse.

© Nina Mayer

Weihnachten ist vorbei. Die Christbaumkugeln sind wieder in der Kiste verstaut, die Lichterketten wenig sorgsam zusammengeknuddelt. Hauptsache weg. Schließlich muss man nächsten Advent beim Aufputzen einen Grund zum Fluchen haben. Tradition ist Tradition.

Vanillekipferl, Zimtsterne und Kokoskuppeln haben ihre Mission erfüllt: Sie haben gemundet. Sehr sogar. So sehr, dass viele von uns nun mit einem leichten Schnoferl vorm Spiegel stehen und die neu entstandenen Speckröllchen argwöhnisch betrachten.

Die große Frage lautet also: Was tun, damit sie verschwinden? Fasten fällt aus. Denn wer sich wochenlang von Keksen, Braten und Punsch ernährt hat, ist emotional nicht bereit, sich jetzt von Karottensaft und Müsli bestrafen zu lassen. Also bleibt nur eines: Sport. Denn wie sang schon Reinhard Fendrich: „Es lebe der Sport, er ist gesund und macht uns hart ...“ Tralllala ... Schau ma mal.

Skifahren bietet sich an. Zumindest theoretisch. Praktisch steht man am Wochenende mehr beim Lift angestellt als auf den Brettern, aber: das Tragen der Skischuhe zählt als Krafttraining, das sich im schmerzenden Bizeps bemerkbar macht.

Laufen geht auch. Zumindest solange, bis man merkt, dass die Kondition zwischen Adventmarkt und Silvesterjause verloren gegangen ist. Und dann wäre da noch das Fitnessstudio: jener dunkle Ort mit angsteinflößenden, eisernen Foltergeräten, an dem man im Jänner Gleichgesinnte mit der gleichen Mission Impossible trifft. Der Trost: man scheitert gemeinsam und meist zur selben Zeit.

Doch egal ob Skipiste, Laufstrecke oder Muckimaschine – wichtig ist nur eines: anfangen. Die Kilos sind nicht über Nacht gekommen, also müssen sie auch nicht im Eiltempo verschwinden. Ein bisschen Bewegung, ein bisschen Geduld und vielleicht trotzdem noch ein übriggebliebenes Vanillekipferl und ein Schweinsbraterl zur Stärkung.