Drei Eisenstädter Volksschulen werden bereits von einer Direktorin geleitet. Wie sind die Pläne für die in Bau befindliche vierte Schule?
Pannatura: Doch (nicht) Großhöflein?
Rückzug vom Rückzug?
Ob Pannatura nun wirklich ein „Headquarter“ am Föllig errichtet, ist derzeit noch offen - ebenso einige Fragen zum Vertrag.
Das verfallene Jagdhaus am Föllig müsste für das geplante Headquarter von Pannatura weichen - sofern diese nach Großhöflein kommt.
© BVZ, Wagentristl
Bei der letzten Gemeinderatssitzung kam der wohl unerwarteste Punkt erst unter „Allfälliges“ zur Sprache: Das Projekt der Pannatura am Föllig wackelt gehörig.
Wie berichtet will die Esterhazy-Sparte für Land- und Forstwirtschaft, Pannatura, am Standort des historischen Jagdhauses am Föllig sein neues „Headquarter“ errichten. Ob der Plan nun weiter verfolgt wird, ist derzeit aber noch nicht ausdiskutiert.
Bei der Gemeinderatssitzung las Bürgermeisteirn Maria Zoffmann aus einem Schreiben der Pannatura vor. Darin hieß es: Pannatura sucht einen alternativen Standort für das geplante Hauptquartier, Großhöflein sei damit vom Tisch. Das führte im Gemeinderat teilweise zu Applaus, etwa bei der FLG, andererseits aber auch für harsche Kritik, etwa von der SPÖ: Bürgermeisterin Zoffmann habe der Gemeinde damit Kommunalsteuern von bis zu 90.000 Euro jährlich und bis zu 60 Arbeitsplätze in der Gemeinde entgehen lassen: „Hätte man sich bemüht, läge nun wohl bereits eine Lösung am Tisch, mit der Gemeinde und Pannatura leben können“, so Vize-Bürgermeister Dragan Kunkic. Gescheitert sei es aus seiner Sicht an Kleinigkeiten.
© SPÖ
Zudem sei die Kommunikationsbasis von Anfang an nicht die beste gewesen, erinnert Kunkic an die erste Präsentation im Gemeinderat, bei der sich Gemeinde und Projektwerber nicht unbedingt reibungslos austauschten. „Das hätte man im Gemeindevorstand im kleineren Kreis diskutieren sollen.“
Naturgemäß widerspricht die Ortschefin der Kritik ihres Vizes. Auch, dass die Pläne engültig vom Tisch seien, ist laut ihr ganz und gar nicht in Stein gemeißelt: „Nix ist fix! Fakt ist, dass Pannatura unserem Vertrag bisher nicht zugestimmt hat. Dann kam jenes Schreiben, in dem man uns mitteilte, dass ein neuer Standort gesucht wird. Etwas später wurde dann doch erneut um einen Termin zur Aussprache angesucht. Wir werden also sehen, was letztlich herauskommt“, so Zoffmann.
Pannatura-Headquarter: Rückzug vom Rückzug?
Ihrer Ansicht nach sei der vorgelegte Vertrag gut durchdacht und mit allen Fraktionen koordiniert. „Wir haben das Thema lang und breit und mit dem gesamten Gemeinderat diskutiert, haben Wünsche, Anregungen und Beschwerden berücksichtigt.“ Mehr Einbindung der anderen Fraktionen sei kaum möglich. Zudem sei der Vertrag „das Beste für Großhöflein.“

© ÖVP
Zuletzt spießte es sich an Detailfragen, aber auch an der Gretchenfrage: Wo soll der Pannatura-Hauptsitz sein? Mündlich sei der Gemeinde versichert worden, dass man ein „Headquarter“ errichten will. Wenn es sich rechtlich allerdings nur um eine Niederlassung handelt, hätte die Gemeinde finanziell nichts davon: die Kommunalsteuer ginge Großhöflein dann durch die Finger.
Umgekehrt bliebe die Gemeinde aber möglicherweise auf Kosten sitzen. So ist vertraglich bisher noch nicht schriftlich vereinbart, wer die Erschließungskosten für Strom, Wasser, Netz, etc. trägt. Die Gemeinde übernimmt die Kosten „sicher nicht“. Detto bei anderen Fragen bis hin zur Schneeräumung. „Das zieht einen Rattenschwanz an Folgekosten mit sich“, erklärt Zoffmann - die zu den vorgeschlagenen Bedingungen weiterhin für eine Ansiedelung von Pannatura wäre. „Ich reiße mich aber nicht darum, dass der Föllig verbaut wird.“
Und was sagt Pannatura selbst zur Causa? „Die Evaluierungen sind nach wie vor im Gange. Wir rechnen damit, in den nächsten Monaten eine finale Entscheidung treffen zu können“, heißt es von der Forst- und Landwirtschaftssparte der Esterhazy Betriebe.