Die im Sommer gegründete „Oggau Freizeitbetriebe GmbH“ der Gemeinde erhielt nun einen Geschäftsführer: Ein Steirer übernimmt ab 1. Jänner die Agenden am See.
Besondere Auszeichnung für Eisenstädter Haydn-Forscher
Personalia
Landesrätin Daniela Winkler würdigte Pratls Lebenswerk bei der Verleihung. Mit seiner Forschungsarbeit habe er „ein entscheidendes Fundament für die heutige Haydn-Forschung geschaffen“ und die Geschichte Haydns für kommende Generationen dokumentiert.
JHP-Ehrenmitgliedschaft Josef Pratl: JHP-Geschäftsführer Michael Gerbavsits, Landesrätin Daniela Winkler, JHP-Ehrenmitglied Josef Pratl mit Gattin, Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, JHP-Rektor Gerhard Krammer und Laudator Prof. Walter Reicher.
© Büro LRin Winkler/ Novak
Eine besondere Auszeichnung erhielt der Eisenstädter Historiker und Haydn-Forscher Josef Pratl. Die Joseph Haydn Privathochschule Burgenland ernannte den 1928 geborenen Wissenschaftler zum Ehrenmitglied.
Pratl gilt als einer der profiliertesten Haydn-Forscher Österreichs. In jahrzehntelanger Archivarbeit in den Esterházy-Archiven auf Burg Forchtenstein und in Budapest erfasste er mehr als 21.000 Dokumente zu Joseph Haydn und der fürstlichen Hofkapelle. Seine Arbeiten bilden bis heute eine wichtige Grundlage für die internationale Haydn-Forschung.
Sein wichtigster Einzelbeitrag zu dieser Reihe erschien 2009 als Band 7 „Acta Forchtensteiniana. Die Musikdokumente im Esterházy-Archiv auf Burg Forchtenstein“. Er ist den Dokumenten über die Hofmusik im fürstlich esterházyschen Archiv gewidmet und behandelt den gesamten Zeitraum vom Beginn der Chormusik im Jahr 1673 bis zur endgültigen Auflösung der Kapelle im Jahr 1877. Im Zuge der mehrjährigen Forschungsarbeit auf Burg Forchtenstein wurde versucht, alle wesentlichen Dokumente aus dem esterházyschen Wirtschaftsarchiv über die fürstliche Hofmusik zu erfassen. 2017 folgte als Band 10 der Eisenstädter Haydn-Berichte die derzeit umfassendste Quellenedition musikgeschichtlicher Dokumente zu den Fürsten Esterházy allgemein und Joseph Haydn im Besonderen dar und umfasst die gesamte Bestandsdauer der esterházyschen Chor- und Kammermusik vom Jahr 1673 bis zum Jahr 1877.
„Josef Pratls Werk steht exemplarisch für eine Form der Musikwissenschaft, die sich nicht mit dem Bekannten begnügt, sondern in Archive steigt, um neue Primärquellen zu erschließen. Die von ihm katalogisierten und edierten Dokumente bilden heute eine unverzichtbare Grundlage für alle, die sich mit der Geschichte der esterházyschen Hofkapelle, mit Joseph Haydns Wirken als Kapellmeister oder mit der Musikkultur des Barganero des 17. bis 19. Jahrhunderts befassen“, so der JHP-Rektor Gerhard Krammer und Geschäftsführer Michael Gerbavsits.