Bombendrohung gegen Berufsschule Eisenstadt – Gebäude evakuiert

Polizei im Großeinsatz

Im Burgenland, in Nieder- und Oberösterreich sowie in Wien und Kärnten sind Bombendrohungen gegen mehrere Schulen eingegangen. Die Objekte wurden am Montag zum Teil vorsichtshalber evakuiert. Die Mails waren ab dem späten Sonntagabend bei den Bildungseinrichtungen eingegangen.

Von Von APA / BVZ.at

Bombendrohung gegen Berufsschule Eisenstadt – Gebäude evakuiert

© APA/HANS KLAUS TECHT

Im Burgenland ging eine Drohung gegen die Berufsschule Eisenstadt ein. Das Gebäude wurde evakuiert und von der Polizei durchsucht, bestätigte ein Polizeisprecher gegenüber der APA einen Bericht des ORF Burgenland. Die Schüler wurden währenddessen im Allsportzentrum untergebracht.

In Niederösterreich gab es Drohungen gegen mehr als 25 Schulen. Die niederösterreichische Polizei stehe im engen Austausch mit der Bildungsdirektion, wurde betont. Sprengstoffexperten und speziell ausgebildete Hunde waren in den betroffenen Gebäuden unterwegs. Gefährliche Gegenstände wurden vorerst nicht entdeckt. Die Schüler der betroffenen Einrichtungen wurden nach Hause geschickt, alternativ wurden kurzerhand auch Betreuungsangebote eingerichtet.

Fälle in Oberösterreich vor allem in Berufsschulen

In Oberösterreich gingen die Drohungen ebenfalls per E-Mail ein, bestätigte eine Polizeisprecherin einen Bericht von „ORF Oberösterreich“. Betroffen waren vor allem Berufsschulen im ganzen Bundesland, die Gebäude wurden evakuiert, Polizeieinsätze liefen am Vormittag noch.

Auch Schulen in der Bundeshauptstadt waren betroffen, bestätigte eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Wien auf APA-Nachfrage. Polizeiliche Maßnahmen wie Durchsuchungen seien gesetzt worden, bisher wurde nichts Verdächtiges gefunden.

Auch in Kärnten hat es am Montagvormittag eine Drohung gegen eine Schule gegeben, bestätigte die Polizei auf APA-Anfrage eine entsprechende Meldung der „Kleinen Zeitung“. Demnach wurde ein Gymnasium in Villach evakuiert und durchsucht, bis zum späten Vormittag war der Einsatz aber beendet und die Evakuierung wieder aufgehoben worden.

Appell an etwaige Nachahmungstäter: „Kein Kavaliersdelikt“

Ermittlungen hinsichtlich des Mailverfassers oder der Gruppe von Absendern waren im Gange. Aus Niederösterreich erging seitens der Polizei auch ein Appell an etwaige Nachahmungstäter. „Es sei ins Mitteilungsheft geschrieben, dass das kein Kavaliers- oder Bagatelldelikt ist“, hob Chefinspektor Baumschlager hervor. Es gehe um gefährliche Drohung in vielen Fällen, dies sei gerichtlich strafbar.

"Die Verursacher haben mit hohen Strafen zu rechnen", betonte auch das Innenministerium in einer schriftlichen Stellungnahme. In den vergangenen Tagen seien bei verschiedenen Einrichtungen Bombendrohungen eingegangen, wurde erläutert. Die Polizei nehme derartige Drohungen ernst und habe in allen Fällen individuell angemessene polizeiliche Maßnahmen gesetzt. "Aktuell liegen keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung vor."