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Billa Hornstein setzt auf Sonnenstrom und E-Tankstelle
Photovoltaik-Ausbau
Die Billa-Filiale in Hornstein setzt auf Sonnenstrom und betreibt nun damit auch Schnellade-Tankstellen für E-Fahrzeuge. Von der Gemeindeführung gibt es Lob, dass hier „mit gutem Beispiel vorangegangen wird“.
Vertriebsmanager Gerhard Eichinger, Marktmanagerin Jennifer Burghart und Bürgermeister Christoph Wolf bei der Besichtigung der neuen Dachflächen-PV-Anlage.
© zVg Gemeinde
„Versiegelte Flächen vor Grünfläche" ist die Devise in Hornstein. Schon in der Vergangenheit hat man sich in der Marktgemeinde mit dieser Argumentation gegen eine geplante Freiflächen-Photovoltaik-Anlage, die von Land und Burgenland Energie in Wimpassing und zum Teil auf Hornsteiner Hotter geplant gewesen wäre.
Unser Ziel ist die Nutzung von vorhandenen Dachflächen für den Ausbau der erneuerbaren Energie. Umso mehr freut es mich, dass auch lokale Gewerbebetriebe wie unsere neue BILLA-Filiale den Ausbau unterstützen. Bürgermeister Christoph Wolf.
Bei der erneuerten Filiale setzt man neben einer PV-Anlage mit 90 kWp auch auf einen Stromspeicher, der bei Bewölkung oder auch Blackouts zum Einsatz kommen kann. Dazu kommt nun auch noch eine Schnellladestation für Elektrofahrzeuge, wo Autos mit bis zu 150 kW laden können. Auch Ladepunkte für E-Bikes sind angedacht.
Wolf: Bund soll Netzausbau finanzieren
Die Gemeinde selbst setzt auch verstärkt auf Dachflächen-Photovoltaik. 1.100 Quadratmeter mit einer Spitzenleistung von über 180 kW habe man bereits installiert, geht es nach dem Ortschef sollen es noch mehr werden.
„Wir würden gerne weitere Anlagen errichten, doch es scheitert aktuell an den Kosten für den Netzausbau, der aktuell von der Gemeinde getragen werden muss“, beklagt Wolf. Hier sieht er die staatlichen Netzbetreiber (etwa Austrian Power Grid, APG) und die Bundesregierung in der Pflicht, „große PV-Anlagen auf Dächern durch Finanzierung eines entsprechenden Netzausbaus zu ermöglichen und die Kosten nicht auf den Betreiber abzuwälzen.“