Kinder in schwierigen Situationen finden in einer neuen Betreuungsstelle von SOS Kinderdorf in Eisenstadt ein stärkendes pädagogisches Angebot.
Wieso hieß das Eisenstädter Mendez eigentlich „Mendez“?
Stadt-Legenden
Die BVZ hatte Ex-Betreiber Peter Pichler gefragt, wie er eigentlich zum Namen „Oscar Mendez“ gekommen sei. Die Antwort ist im Bereich der Legenden anzusiedeln.
Das „Oscar Mendez“ war das Herzstück des Eisenstädter Nachtlebens.
© zVg
Das Eisenstädter Nachtleben nahm Ende der Neunziger eine bis heute beeindruckende Fahrt auf: Neben den Heurigen in der Pfarrgasse, gab es auch noch das „Baustein“, im September 1995 kam das „Oscar Mendez“ dazu. Das „Mendez“ hielt sich auch bestens neben den in den Folgejahren eröffneten „Cebu“ und „Cocktail“, bis es 2006 von Gründer Peter Pichler verkauft und 2012 schließlich ganz geschlossen wurde.
Hinter dem Namen des legendären Eisenstädter Clubs verbirgt sich eine Erzählung, die Pichler mit einem verschmitzten Lächeln und dem Satz „Vielleicht ist die Geschichte wahr“ einleitet. Sie beginnt fernab des Burgenlandes, in Australien, wo Pichler auf einen geheimnisvollen Kolumbianer namens Oscar traf.
Dieser Mann, in seiner Heimat nur „Coco“ genannt – ein spanischer Spitzname für Oscar –, war kein gewöhnlicher Reisender. Er offenbarte Pichler, dass er versuche, der gefährlichen Drogenszene Kolumbiens endgültig den Rücken zu kehren und deshalb untergetaucht sei. Als Pichler ihm von seinen Plänen erzählte, in der Heimat ein neues Lokal zu eröffnen, versprach er spontan, es nach ihm zu benennen: „Oscar Mendez“.
Die Geschichte nimmt eine fast filmreife Wendung, als der Kolumbianer dann Pichler zum Abschied unbemerkt einen Scheck zusteckte. Erst am nächsten Tag folgte die Überraschung: Das Papier war auf die unglaubliche Summe von 250.000 Dollar ausgestellt. Ob dieses Startkapital tatsächlich die Basis für den Club wurde oder ob es sich um eine jener Gastronomie-Legenden handelt, die mit den Jahren immer besser werden, bleibt Pichlers Geheimnis.