17. Oktober
Feuerwehr-Weltmeisterschaft: „Das ist alles ziemlich viral gegangen“
Top organisiert
Rund 1.470 Teilnehmer, 300 freiwillige Helfer, 3.000 Fans am Wettkampftag der „CTIF 2026“ im Eisenstädter Stadion vor Ort: Organisator Harald Nakovich zieht äußerst zufrieden Bilanz.
Organisator Harald Nakovich (2.v.l.) mit Landesrat Heinrich Dorner, Thomas Reuter (Leiter der CTIF-Kommission für internationale Feuerwehrwettbewerbe) und Bewerbsleiter Ludwig Laut mit dem Maskottchen „Fuxl“.
© Richard Vogler
Der ursprüngliche Plan für die diesjährige Feuerwehr-WM sah Berlin als Austragungsstätte vor. Die Deutschen sagten – unter anderem aus finanziellen Gründen – ab. Der Landesfeuerwehrverband Burgenland bewarb sich daraufhin und erhielt den Zuschlag.
Nach umfangreichen Vorarbeiten war es dann Anfang vergangener Woche so weit. Montag und Dienstag reisten die Bewerbsgruppen an, Donnerstag war der erste Trainingstag samt offizieller Eröffnung. Freitag wurde erneut geübt, Samstag fanden die Wettbewerbe statt. Rund 1.470 Teilnehmer, aufgegliedert in127 Gruppen aus 17 Nationen, nahmen teil. Sonntag ging die Schlusszeremonie über die Bühne.
Insgesamt 300 Freiwillige waren bei der Organisation engagiert. Untergebracht waren die Teilnehmer in der HTL, der HAK, der Landesberufsschule und dem Gymnasium Kurzwiese. Das Essen wurde mit vier Feldküchen des Roten Kreuzes zubereitet (täglich ca. 5.100 Mahlzeiten). Das Burgenländische Rote Kreuz wurde von Kollegen aus der Steiermark und Oberösterreich unterstützt. In Summe waren bei der Verpflegung rund 50 Personen involviert, die Organisation und Essensausgabe erfolgte durch den Katastrophenhilfezug des Bezirksfeuerwehrkommandos Mattersburg.
Der Bewerbstag lief dann top organisiert ab, und auch die Location war ideal für diese Größenordnung: Mit rund 3.000 Fans, die tolle Stimmung machten, war das Eisenstädter Stadion perfekt ausgelastet.
Für den Veranstalter fiel die Bilanz der Feuerwehr-Weltmeisterschaft in Eisenstadt ausschließlich positiv aus. „Wir waren sehr zufrieden. Wir haben eigentlich alles erreicht, was wir uns vorgenommen haben“, sagt OrganisatorHarald Nakovich. Besonders stolz zeigt er sich auf die logistische Abwicklung der Großveranstaltung. „Von der Anreiseorganisation über die Parkplatzsituation, die Verkehrskonzepte bis hin zu den Übernachtungen hat alles funktioniert.“
Die größte Herausforderung sei gewesen, die zahlreichen Aufgabenbereiche miteinander zu koordinieren. „Das Kernteam musste diese einzelnen Arbeitspakete gut durchorganisieren. Das war die größte Herausforderung“, erklärt Nakovich. Dass dies gelungen sei, zeige sich auch am reibungslosen Ablauf während der Veranstaltung. „Von der Akkreditierung bis zur Quartierzuweisung hat alles hingehauen – inklusive der Bewerbe.“
Besonders erfreut zeigt sich der Hauptorganisator über die vielen positiven Rückmeldungen aus dem In- und Ausland. „Das ist alles ziemlich viral gegangen“, sagt Nakovich mit Blick auf die internationale Berichterstattung. Beiträge hätten unter anderem Medien aus Südtirol, Kroatien und Portugal ausgestrahlt. „Und keiner hat irgendwo ein schlechtes Wort verloren – weder die Zuschauer noch die Teilnehmer.“
Dass die Weltmeisterschaft letztlich in Eisenstadt ausgetragen wurde, war übrigens nicht von Anfang an fix. „Meine erste Idee war eigentlich Oberwart“, erzählt Nakovich. Aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten fiel die Entscheidung schließlich auf die Landeshauptstadt. Rückblickend sei dies die richtige Wahl gewesen: „Mit den zusätzlichen Tribünen und der Erweiterung war das die ideale Wettkampfstätte.“ Vor allem die Atmosphäre im Stadion habe überzeugt. „Das war für die Stimmung das Beste.“