Heerestruppenschule Eisenstadt: Ausbildung mit langer Tradition

Traditionstag gefeiert

Die Heerestruppenschule hat in der Martin-Kaserne in Eisenstadt ihren 19. Traditionstag begangen. Der militärische Festakt stellte die Entwicklung der Ausbildungseinrichtung in den Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter aus Bundesheer und Politik nahmen daran teil.

Von Von BVZ Redaktion

Der Fahnentrupp des Bundesheeres marschiert im Rahmen des Festaktes an den Gästen vorbei.

Der Fahnentrupp des Bundesheeres marschiert im Rahmen des Festaktes an den Gästen vorbei.

© LMS Burgenland

Auf Einladung von Schulkommandant Oberst des Generalstabsdienstes Dieter Schadenböck versammelten sich Gäste aus dem militärischen und politischen Umfeld in der Martin-Kaserne. Der Traditionstag ist fixer Bestandteil im Jahreskalender der Heerestruppenschule und verbindet Rückblick mit aktuellem Auftrag.

Der Blick zurück, führt mehr als 160 Jahre in die Vergangenheit: Am 1. Mai 1858 bezogen die ersten Kadetten die „k.u.k. Kadettenschule Eisenstadt“. Dieses Datum bildet bis heute den historischen Bezugspunkt des Traditionstages.

Aus dieser Einrichtung entwickelte sich im Zuge einer Reform des Bundesheeres die heutige Heerestruppenschule. Ziel war es, ein zentrales Ausbildungszentrum für die Kaderaus- und -weiterbildung zu schaffen. Mehrere Schulen wurden dafür zusammengeführt: die Artillerietruppenschule, die Pioniertruppenschule, die Jägerschule sowie die Panzertruppenschule. Im September 2006 übernahm Oberst August Reiter die Leitung der neu geschaffenen Struktur.

Aus der historischen Entwicklung ergibt sich auch die heutige Struktur: Das Kommando der Heerestruppenschule befindet sich in der Martin-Kaserne in Eisenstadt. Weitere Einheiten verteilen sich auf mehrere Standorte im Burgenland und darüber hinaus.

In Bruckneudorf sind die Institute Jäger und Pionier sowie die 2. Ausbildungskompanie stationiert. In Zwölfaxing befinden sich die Institute für Artillerie, Panzer und Panzergrenadier sowie für Aufklärung und die 1. Ausbildungskompanie. Ergänzt wird das Gefüge durch das Gebirgskampfzentrum in Saalfelden.

Mit 1. Juni erweitert sich der organisatorische Rahmen weiter: Dann werden das Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch sowie das Tragtierzentrum am Truppenübungsplatz Hochfilzen der Heerestruppenschule unterstellt.

Vor diesem Hintergrund ordnet die Landespolitik die Rolle der Einrichtung ein. Landesrätin Daniela Winkler betonte: „Als Ausbildungsinstitution für Führungskräfte mehrerer Waffengattungen leistet die Heerestruppenschule einen wichtigen Beitrag zur Einsatz- und Leistungsfähigkeit des Bundesheeres, die wiederum große Bedeutung hat im Hinblick darauf, der Neutralität Österreichs Glaubwürdigkeit zu verleihen. Mit der Martin-Kaserne in Eisenstadt als Sitz des Kommandos und der Benedek-Kaserne in Bruckneudorf befinden sich darüber hinaus zwei zentrale Standorte im Burgenland. Ich wünsche der Heerestruppenschule mit ihrem Führungsteam, dem Lehrpersonal und allen Soldatinnen und Soldaten, die hier an einer Ausbildung teilnehmen, alles Gute und für die Zukunft viel Erfolg.“