17. Oktober
„Mei liabste Weis“ zu Gast in Donnerskirchen
Volksmusik vom Feinsten
Am Bio-Landgut Esterházy in Donnerskirchen lagen am Freitag Musik, ein Hauch von Heimatverbundenheit und Herzlichkeit in der Luft. Die TV-Sendung „Mei liabste Weis“ machte im Burgenland Halt und schenkte ihrem Publikum bei der Generalprobe einen Abend voller Klang, Gefühl und Volksmusikfreude.
Franz Posch moderiert seit 1988 die TV-Sendung "Mei liabste Weis". Mit viel Liebe zur Volksmusik und der Fähigkeit, diese weiterzugeben, hat er sich eine treue Fangemeinschaft aufgebaut.
© Nina Mayer
Schon beim Betreten des festlich geschmückten Geländes war zu spüren: Hier wird nicht nur musiziert, hier wird das Leben gefeiert. Zwischen Strohballen, duftendem Blumenschmuck und einem alten Steyr-Traktor entstand eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch: bodenständig, liebevoll und voller Charme. Dirndl und Trachtenanzüge bestimmten das Bild, dazu erwartungsvolle Gesichter und glänzende Augen.
Mit viel Wärme, Witz und unverwechselbarer Natürlichkeit führte Franz Posch durch den Abend. Man merkte in jedem Moment, wie tief er mit der Volksmusik verbunden ist und wie gerne er diese Freude mit seinem treuen Publikum teilt.
Musikalisch wurde ein farbenprächtiger Strauß an Melodien gebunden. Die Folkloregruppe „Graničari“ ließ mit der „Schönen Burgenländerin“ die Herzen höherschlagen und erinnerte daran, wie tief Musik mit Heimat verbunden sein kann.
„Eine kleine Dorfmusik“ eröffnete den Reigen mit einer schwungvollen Polka, die sofort Beine und Herzen in Bewegung brachte. Die „Goldgeiger“ ließen mit sanften Walzerklängen in den Abend schwingen, während die „Spielmusik Potzdamm“ mit ihrer Spielfreude für strahlende Gesichter sorgte.
Es war einer jener seltenen Abende, an denen die Zeit für ein paar Stunden stillzustehen scheint. Ein Abend voller Lachen, Melodien und jenem warmen Gefühl, am richtigen Ort zu sein.
Der emotionale Höhepunkt aber kam zum Schluss mit „Daj mi Daj“. Kaum ein Burgenländer, der dieses kroatische Lied nicht kennt, kaum einer, der dabei nicht mitsummt. Denn wie so oft in der Volksmusik geht es um das, was die Menschen seit jeher bewegt: um die Liebe – die schönste Melodie des Lebens.
Heute, am Samstag, findet die Live-Übertragung der Sendung statt. Zu sehen in ORF2 ab 20.15 Uhr.