Die Pfarren St. Margarethen, Oggau, Rust und Mörbisch werden seit September in einem gemeinsamen Seelsorgeraum geführt. Im Gespräch mit Daniel Freismuth (BVZ) erklären der neue Pfarrleiter und die Sekretärin des neuen Seelsorgeraums, welche Veränderungen und Vorteile der Seelsorgeraum mit sich bringt.
Eisenstädter Autorin Katharina Köller präsentierte ihren zweiten Roman
„Wild wuchern“
Die Eisenstädter Theatermacherin Katharina Köller präsentierte unter großem Publikumsinteresse ihren zweiten Roman in der AK Bücherei.
Stolz auf literarischen Erfolg: Katharina Köllers Mutter Barbara und Großmutter Irene freuten sich mit der Autorin über die Präsentation ihres zweiten Romans „Wild wuchern“.
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Manchmal muss man sich eher vor dem Peter fürchten als vor dem Wolf. Der Marie geht es damit statistisch betrachtet wie jeder fünften Frau in Österreich, die in einer toxischen oder gar gewalttätigen Beziehung gefangen ist. Und manchmal ist eine Flucht ein mutiger Akt. Marie ist mutig: Sie lässt ihr schickes Wiener Großstadtleben hinter sich und flieht auf eine Alm im tiefsten (oder besser: höchsten) Tirol – zu ihrer Cousine, die dort ein wortkarges, aber naturverbundenes Einsiedlerinnendasein führt.
Dort findet sich Marie – fast wie ein umgekehrter Parzival – im Hochwald wieder. Kein einfacher Ort zum Überleben, aber ein idealer, um weiterzuleben, sich neu zu erfinden und die eigene Identität zu verhandeln. Hier kann sie – wie es im titelgebenden Satz heißt – das städtische Zierpflanzenleben, das ihr „Topf“ Peter für sie vorgesehen hatte, hinter sich lassen und wild wuchern.
Vom Heurigen auf die Bühne – und ins Buch
„Wild wuchern“ ist nach Was ich im Wasser sah (2020) der zweite literarische Ausflug ins weibliche Seelenleben der Eisenstädterin. Köller, gelernte Schauspielerin, tauschte dafür erneut die Theaterbühne gegen den Buchhandel – wobei diesmal ein Bühnenstück als Grundlage diente: Windhöhe wurde 2022 im Kulturhof Villach aufgeführt, die Uraufführung fand jedoch zuvor im elterlichen Heurigen, dem Kleinhöfleiner Köllerhaus, statt.

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Seither war Köller alles andere als untätig: Sie gründete eine Familie, übersiedelte nach Innsbruck und landete einen Buch-Deal mit dem renommierten Penguin-Verlag. Im Feber 2025 erschien Wild wuchern im Buchhandel, wurde von der Kritik gefeiert, in Wien präsentiert – und vergangene Woche auch in Eisenstadt.
Ausverkauftes Heimspiel bei der Lesung
Den Lesesaal der AK-Bibliothek muss man erst einmal füllen – Köller hätte bei ihrem Heimspiel wohl auch mit einem größeren Saal gekonnt. „Das schafft sonst nur Krimi-Starautor (und ebenfalls Innsbrucker) Bernhard Aichner“, versicherten AK-Mitarbeiterinnen der BVZ. Rund 70 Personen – überwiegend Frauen – waren gekommen. Der Altersschnitt lag deutlich unter jenem sonst üblicher Lesungen.

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Der Applaus war entsprechend herzlich, die Zahl der Fragen nach der Lesung groß: Ja, sie arbeite bereits an neuen Projekten. Ja, die Natur des Burgenlands habe sie geprägt. Jein – die Figuren im Buch seien zwar erfunden, doch einzelne Charakterzüge stammten sehr wohl von realen Personen.
Das Buch liest sich übrigens auch dann ausgezeichnet, wenn es nicht von einer ausgebildeten Schauspielerin vorgelesen wird. Probieren Sie es aus!

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