Abschied mit Anstand
1. Klasse mitte
Trainer Manfred Schaffer verlässt den SV Loipersbach nach Saisonende – eine gemeinsame Entscheidung, die er trotz Überraschung mit Fassung trägt.
Trainer Manfred Schaffer verabschiedet sich nach dieser Saison vom SV Loipersbach – er bleibt den Letzten noch treu, der Neustart folgt im Sommer.
© Alfred Wagentristl
Beim SV Loipersbach haben sich Verein und Trainer Manfred Schaffer darauf geeinigt, nach Saisonende getrennte Wege zu gehen. Zur neuen Vorbereitung wird ein neuer Mann an der Seitenlinie stehen. Schaffer selbst nimmt die Entscheidung mit Fassung: "Diese Entwicklung war auf jeden Fall etwas überraschend für mich, aber aktuell Platz 10 ist einfach unzureichend."
Die letzten beiden Partien wird er dem Verein noch als Trainer erhalten bleiben. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mit 35 Punkten aus 28 Spielen belegt Loipersbach aktuell den zehnten Tabellenplatz – zehn Siege, fünf Unentschieden, dreizehn Niederlagen und ein ausgeglichenes Torverhältnis von 44:44.
Ein Ergebnis, das Schaffer selbst nicht zufriedenstellt, wenngleich er die Umstände der Saison in Erinnerung ruft: „Wir haben im Winter den Kader bewusst umstrukturiert und stark auf einheimische junge Spieler gesetzt, um ihnen die Möglichkeit zu bieten sich weiterzuentwickeln.“ Ein weiterer Faktor war das Formtief in der Offensive.
Während Loipersbach in der Hinrunde noch 23 Tore in 13 Spielen erzielte, waren es in den ersten 13 Partien der Rückrunde nur noch 18. „Fehlende Tore führen zu fehlenden Punkten – das hat kaderbedingte aber auch systematische Ursachen", analysiert der scheidende Coach nüchtern. Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Loipersbach tritt bewusst mit kaum Legionären an, zuletzt vermehrt ganz ohne – ein Ansatz mit Konsequenzen. „Es fehlte vor allem im Frühjahr jemand, der durch eine Einzelaktion auch mal den Unterschied macht", so Schaffer offen.
Trotz allem blickt er nicht ohne Stolz auf seine Zeit zurück: „Die spielerische Hinführung zu einem Positionsspiel und die Entwicklung junger Spieler waren freudvolle Aufgaben.“ Weitergehend fügt Schaffer hinzu: „Dass es frühzeitig - und nicht nach Saisonende - zu einer Kommunikation bezüglich der nächsten Saison kam, bin ich sehr dankbar damit ich zukünftigte Aufgaben planen kann. Dem SV Loipersbach wünsche ich alles Gute für die Zukunft und dass der gewünschte Aufstieg in die 2. Liga bald gelingt.“