Kampf um die Vorherrschaft
1. Klasse Mitte
Nach fünf Runden führt der SC Dörfl die 1. Klasse Mitte an – mit der stärksten Offensivbilanz der Liga. In der 6. Runde wartet Unterfrauenhaid als bisher härtester Test.
Kapitän Michael Kautz führt den SC Unterfrauenhaid in die bislang härteste Prüfung des Sommers – auswärts beim Tabellenführer SC Dörfl.
© Bernhard Fenz
Fünf Spiele, vier Siege, ein Remis – und 22 erzielte Tore. Der SC Dörfl hat in dieser Saison die Liga nach Belieben aufgemischt und belegt die beeindruckendste Offensivbilanz der 1. Klasse Mitte. Nur sechs Gegentore hat man bisher kassiert, was das Bild eines Teams rundet, das auf beiden Seiten des Balls funktioniert. In der 6. Runde empfangen die Dörfler am Sonntag mit dem SC Unterfrauenhaid einen der schwersten Herausforderer des Sommers. Unterfrauenhaid ist ebenso ungeschlagen.
Wer von beiden in dieser Begegnung erstmals Punkte abgibt, liefert damit ein bedeutendes Signal für den weiteren Saisonverlauf. Trainer Jürgen Eidler hat die Herausforderung klar skizziert: „Dörfl hat die beste Offensive der Liga – das wird unser härtester Test bisher." Gleichzeitig warnt er vor Überbewertung: „Es ist die 6. Runde. Die Wichtigkeit dieses Spiels will ich nicht überbewerten – es entscheidet keinesfalls über eine erfolgreiche Saison."
Schon am Freitag sorgen gleich zwei Derbys für Brisanz. Das Mattersburger Bezirksderby zwischen ASK Baumgarten und SC Loipersbach verspricht Emotionen: Loipersbach kommt nach dem 0:3 gegen Antau angeschlagen an und muss auf den gesperrten Leistungsträge Luca Sedlatschek verzichten. Trainer Schmidt gibt offen zu, vor welchen Herausforderungen sein Team steht: „Der Kader ist jetzt sehr dünn. Wir werden uns vornehmen, unsere Defensivfehler abzustellen – wir dürfen nicht so einfach Gegentore bekommen. Wenn wir zu Möglichkeiten kommen, müssen wir diese konsequent nutzen – dann ist alles möglich." Baumgarten-Trainer Marco Cadek scharrt derweil mit den Hufen: „Das Duell gab es lange nicht mehr – ich hoffe, es kommen richtig viele Leute. Es soll ein richtiges Fußballfest werden." Sedlatscheks Fehlen registriert er, wertet es aber nicht über: „Das schmerzt ihnen sicher etwas – sie werden dadurch nur noch motivierter auftreten. Auch wir geben diese Woche im Training bereits Vollgas."
Das zweite Freitagsderby ist das Kroatische: Kroatisch Geresdorf empfängt die SPG Nikitsch/Kroatisch Minihof. Geresdorf kommt mit Verletzungssorgen . Wertetics und Dorner schieden im Spiel in Rabnitztal verletzt aus. Trainer Gruber hofft auf Besserung: „Kadertechnisch hoffe ich, aus dem Vollen schöpfen zu können." Den Gegner nimmt er trotz Heimrecht nicht auf die leichte Schulter: „Nikitsch ist derzeit schwer einzuschätzen und lieferte zuletzt merkwürdige Ergebnisse. Sie können auf jeden Fall mehr als sie zuletzt zeigten. Unterschätzen darf man das Team keinesfalls."
Ebenfalls am Freitag empfängt Unterpullendorf den ASK Stoob, der nach dem 3:0-Derbysieg gegen Neckenmarkt mit breiter Brust antritt. Am Samstag erwartet Mannersdorf daheim die SPG Rabnitztal in besonderem Rahmen: Das Spiel findet vor dem Startschuss des vereinseigenen Oktoberfestes am Sportplatzgelände statt. Filip Omazic kehrt nach der Sperre zurück. Trainer Schock warnt vor dem Gegner: „Drei außergewöhnlich starke Legionäre, dazu gute Einheimische – das wird sicher nicht einfach." ASK Raiding empfängt ebenfalls am Samstag Antau. Vier Siege in Folge sprechen für die Raidinger, doch Trainer Drabeck bleibt geerdet: „Die letzten Spiele gegen Antau waren immer knapp. In der ersten Halbzeit gegen Unterpullendorf hat man gesehen: Wenn wir nicht an unsere Grenzen gehen, wird es schwierig. Heim wollen wir punkten – drei Punkte wären natürlich umso besser."
Neckenmarkt und Tschurndorf treffen am Samstag aufeinander. Für beide Teams der nächste Versuch, Boden gutzumachen. Die SPG Hrvati hat spielfrei und somit Zeit wieder in ihren eigenen Ryhthmus zu finden nach einem durchwachsenen Saisonstart.