Neustart in Mannersdorf

1. Klasse Mitte

Beim UFC Mannersdorf geht nach einer durchwachsenen Saison eine Ära zu Ende: Trainer Janos Imre verlässt den Verein.

Von Dominik Falk

Janos Imre verabschiedet sich nach einer Saison vom UFC Mannersdorf. Er wünscht dem Verein alles Gute und wartet bereits auf seine nächste Herausforderung.

Janos Imre verabschiedet sich nach einer Saison vom UFC Mannersdorf. Er wünscht dem Verein alles Gute und wartet bereits auf seine nächste Herausforderung.

© Strodl

30 Punkte aus 30 Spielen, Platz 14 – die Bilanz der abgelaufenen Saison liest sich für den UFC Mannersdorf bescheiden. Dabei war es laut Spieler und Funktionär Manuel Supper selten ein klares Auseinanderreißen, das die Niederlagen verursachte: „In vielen Spielen hat nur der letzte Tick gefehlt und wir hätten mehr Punkte holen können." Die Leistung von Trainer Janos Imre stand dabei nie in Frage. „Die Arbeit und alles von Janos hat stets gepasst – auch das Team war sehr zufrieden.

Leider haben wir nicht genug Punkte gesammelt." Mitte Mai informierte der Vorstand den Übungsleiter über den geplanten Wechsel – Imre nahm die Entscheidung professionell auf: „Das war kein Problem, ich habe es gut aufgenommen und akzeptiert. Die letzten Spiele habe ich noch gemacht und vorige Woche habe ich mich bereits von der Mannschaft verabschiedet." Wehmut hält sich bei Imre in Grenzen: „Das Team hat sich im Laufe der Saison gut weiterentwickelt – leider zeigen das die Ergebnisse nicht so. Es fehlt noch etwas Routine vorne und hinten." Auf seine nächste Aufgabe freut er sich bereits: „Noch bin ich frei, aber ich freue mich auf die nächste Challenge."

Der neue Mann am Spielfeldrand

Sein Nachfolger Reinhard Schock kam von sich aus auf den Verein zu – und überzeugte rasch. Am vergangenen Samstag stellte er sich dem Team vor, der Trainingsplan für die neue Saison steht bereits. Der erfahrene Coach war zuletzt in der Liga kein Unbekannter: Stationen bei Neckenmarkt, Dörfl und Tschurndorf brachte er in seine Bewerbung ein.

Beim UFC setzt man mit ihm bewusst auf einen anderen Kurs: „Wir wollen weniger auf Legionäre setzen – auch im Traineramt." Großartige Transferaktivitäten plant Supper nicht: Die meisten Spieler hätten bereits zugesagt zu bleiben.

Die Hausaufgaben sind klar verteilt: Die Heimstärke – Platz 6 in der Heimtabelle – gilt es zu konservieren, die Auswärtsschwäche mit nur 8 Punkten in der Fremde zu überwinden, und mit einem neuen Trainer, einer weitgehend stabilen Mannschaft und einem klaren Bekenntnis zu heimischen Kräften will Mannersdorf in der kommenden Saison beweisen, dass in dieser Truppe mehr steckt, als der 14. Platz vermuten lässt.