Wo Lauf auf Leidenschaft trifft

1. Klasse Mitte

Der ASK Raiding reist mit Rückenwind zu Unterpullendorf, Loipersbach und Antau liefern sich ein Derby und an der Tabellenspitze wartet das nächste richtungsweisende Spiel.

Von Dominik Falk

Der ASK Raiding tritt beim Auswärtsspiel in Unterpullendorf mit breiter Brust an – zuletzt ließ das Team von Trainer Toni Drabeck in Neckenmarkt (Bild) und gegen Loipersbach nichts anbrennen. Foto: Bernhard Fenz

Der ASK Raiding tritt beim Auswärtsspiel in Unterpullendorf mit breiter Brust an – zuletzt ließ das Team von Trainer Toni Drabeck in Neckenmarkt (Bild) und gegen Loipersbach nichts anbrennen. Foto: Bernhard Fenz

© Bernhard Fenz

Das Team des ASK Raiding war zuletzt nicht aufzuhalten. Mit dem 2:0 gegen Loipersbach – beide Tore in der zweiten Halbzeit, beide vorbereitet von Drissa Yeo – hat die Mannschaft von Trainer Toni Drabeck eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was in ihr steckt. Yeo ist derzeit der Dreh- und Angelpunkt im Raidinger Offensivspiel und wenn er in dieser Form bleibt, wird er auch für die Gegner in den kommenden Wochen schwer zu stoppen sein. Nun wartet am Sonntag mit Unterpullendorf ein Gegner, der seinerseits gerade in Fahrt kommt: Beim 5:0 gegen Neckenmarkt ließ man nichts anbrennen, vier Treffer fielen bereits vor der Pause. Drabeck weiß um die Schwierigkeit: „Wir werden nie als Favorit in ein Spiel gehen – aber wir können jedes Spiel gewinnen, wenn unsere Einstellung stimmt. Wir müssen als Einheit auftreten." Das klingt nach einem Team, das seine Stärke aus der Gemeinschaft zieht. Das Duell zwischen zwei Mannschaften in guter Form verspricht am Sonntag ein attraktives Spiel.

Am Freitag steht das Mattersburger Bezirksderby zwischen Loipersbach und Antau auf dem Programm und für Loipersbach ist es mehr als nur ein gewöhnliches Ligaspiel. Nach der 0:2-Niederlage in Raiding, auf einem Platz, der laut Trainer Markus Schmidt kaum bespielbar war, soll daheim die Wiedergutmachung her. Der Cheftrainer kennt die besondere Bedeutung solcher Begegnungen: „Bei einem Derby spielen die Emotionen eine besondere Rolle – jeder will gewinnen, was das Ganze umso spannender macht." Antau seinerseits kommt nach dem 1:1 gegen die SPG Hrvati mit frischen Kräften und will in einer Partie, in der die Tabelle für einen Moment zur Nebensache wird, nachlegen.

Am Samstag empfängt Tschurndorf den SC Dörfl. Die Ausgangslage ist denkbar unterschiedlich: Dörfl hat zehn Punkte aus vier Spielen und gehört zu den formstärksten Teams der Liga, Tschurndorf steht nach vier Runden mit einem Zähler da. Doch Tschurndorfs Michael Steiner lässt sich davon nicht beirren: „Das Spiel wird sehr ähnlich wie zuletzt gegen Mannersdorf werden. Wir müssen kämpfen, es werden viele hohe Bälle kommen, viele Emotionen und wir wollen punkten."

Der Glaube an die eigene Leistung ist bei Tschurndorf trotz der Ergebnisse ungebrochen. Für Dörfl ist ein Dreier Pflicht, um die Tabellenführung zu behaupten, einfach wird es dennoch nicht.

Ebenfalls am Samstag ist der ASK Baumgartenbei der SPG Hrvatizu Gast. Beide Teams haben schwierige Saisonanfänge hinter sich, zuletzt aber Lebenszeichen gesetzt: Baumgarten holte mit dem 2:1 gegen Nikitsch/Kroatisch Minihof den ersten Saisonsieg, Hrvati beim 1:1 gegen Antau den ersten Punkt.

Kroatisch Geresdorf muss als Tabellenzweiter bei der SPG Rabnitztalran und will nach dem enttäuschenden Remis gegen Unterfrauenhaid eine Reaktion zeigen. Der SC Unterfrauenhaid empfängt Mannersdorf.Die Gäste reisen ohne den gesperrten Filip Omazic an, der ohnehin urlaubsbedingt nicht zur Verfügung gestanden wäre. Mannersdorf-Trainer Reinhard Schock sieht Unterfrauenhaid als „Top-3-Mannschaft", dort steht aber derzeit sein Team. Entsprechend groß ist die Herausforderung, sich zu behaupten.