Abbruch: Spieler am Boden, Hubschrauber musste kommen

1. Klasse Nord

Aufgrund eines medizinischen Notfalls musste die Partie zwischen den NSC Juniors und Jois im Finish abgebrochen werden. Der Grund: Jois-Kicker Florian Steurer brach zusammen und wurde wenig später mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Von Marco Haider

Unter der Woche sendeten die Jois-Kicker über Instagram Grüße an ihren Kameraden.

Unter der Woche sendeten die Jois-Kicker über Instagram Grüße an ihren Kameraden.

© privat

Solche Momente kommen zum Glück sehr selten vor, aber wenn, dann steht der Schock allen ins Gesicht geschrieben. In der Schlussphase der Partie zwischen Neusiedl und Jois kam es zu einem dramatischen Vorfall. Jois-Kicker Florian Steurer brach plötzlich zusammen und erlitt einen epileptischen Anfall. Alles stand Kopf und die beiden Mannschaften halfen zusammen, stabilisierten Steurer und warteten bis die Rettung kam, die nach zwölf Minuten vor Ort war. 120 Sekunden später war dann auch schon der Hubschrauber da. NSC-Sektionsleiter Stefan Denk und Jois-Spieler Fabian Helm leisteten Erste Hilfe und überbrückten damit die Zeit, bis die Rettungskräfte vor Ort waren.

Mittlerweile geht es dem betroffenen Spieler wieder gut und er ist wohlauf. „Danke an alle, die ihm geholfen haben, vor allem auch an die Beteiligten des NSC“, so Jois-Obmann Christian Scherry. Die Frage, ob die restlichen drei Minuten noch ausgetragen werden, steht noch offen. Am Donnerstag wird sich der Straf- und Meldeausschuss („STRUMA“) darüber beraten und eine Entscheidung treffen. Zu dem Zeitpunkt des Zwischenfalls lag Jois im Derby gegen die Seestädter mit 2:1 in Front und würde damit den Sieg zugeschrieben bekommen. Laut derzeitigen Informationen würde Neusiedl die restliche Spielzeit gerne spielen, da noch vier Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden. Doch das ist freilich alles nebensächlich. Das Wohlergehen Steurers steht jetzt im Vordergrund.

Am Dienstag zeigte die Joiser Mannschaft eine brüderliche Geste und sendete ihrem Kameraden sportliche Grüße auf Instagram. „Wir trainieren heute für unsere Nummer sechs, der wieder auf den Beinen ist“, versammelte sich das Team zu einem Mannschaftsfoto.

Abbruch: Spieler am Boden, Hubschrauber musste kommen

© Michael Weiss, Picasa