Frauenkirchen mit starker Reaktion
1. Klasse Nord
Nach der Niederlage und dem Trainer-Aus folgte ein Kantersieg.
Kevin Kurcsis ist Stolz auf die Leistung seiner Mannschaft
© Schneeweiß
Der SC Frauenkirchen blickt auf eine turbulente Woche zurück und hat nun die passende Antwort auf dem Platz gegeben. Nachdem Ex-Trainer Christian Mayer vergangene Woche seinen Rücktritt als Chef-Coach bekannt gegeben hatte und die Mannschaft nach der Niederlage gegen Apetlon ohnehin mit einem angeknacksten Selbstvertrauen zu kämpfen hatte, war die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen den FC Hill Jois alles andere als einfach. Umso bemerkenswerter fiel die Reaktion der Mannschaft aus. Mit einem klaren 3:0-Erfolg meldete sich der SCF eindrucksvoll zurück. Zum Matchwinner wurde dabei Angreifer Miroslav Antal. Der Offensivmann zeigte sich vor dem Tor eiskalt und erzielte alle drei Treffer seiner Mannschaft. Dabei konnte Jois über weite Strecken gut mithalten und machte es den Gastgebern lange Zeit nicht einfach. Frauenkirchen musste Geduld beweisen, ehe sich die individuelle Qualität schließlich durchsetzte.
Dass Frauenkirchen am Ende einen derart deutlichen Sieg einfahren konnte, ist angesichts der Begleitumstände umso höher einzuordnen. Bereits nach rund 15 Minuten war für Kapitän und Interimscoach Kevin Kurcsis Schluss. Der Führungsspieler musste nach einer Platzwunde vorzeitig vom Feld. Doch damit nicht genug. Kevin Bors wurde aufgrund einer Rippenverletzung mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Die personellen Rückschläge hätten für die Mannschaft durchaus zu einem weiteren Knackpunkt werden können. Stattdessen rückte der SCF noch enger zusammen und brachte die Partie letztlich souverän über die Bühne.
„Ein großes Lob an das gesamte Team, welches diese Woche eine herausragende Leistung abgeliefert hat“, zeigte sich Kurcsis nach dem Spiel zufrieden. Gerade nach den Ereignissen der vergangenen Tage dürfte der Erfolg für Frauenkirchen daher mehr als nur drei Punkte bedeuten. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch in einer schwierigen Phase zusammenstehen und auf dem Platz eine entsprechende Reaktion zeigen kann.
Nun gilt es, diesen Schwung in die nächste Runde mitzunehmen. Dort wartet mit dem UFC Pama eine Mannschaft, die aktuell noch auf den ersten Punkt und das erste Saisontor wartet. Gerade deshalb ist die kommende Aufgabe für die Frauenkirchner keineswegs auf die leichte Schulter zu nehmen. Pama wird alles daransetzen, endlich anzuschreiben und die bisherige Negativserie zu beenden. Kurcsis warnt entsprechend davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen: „Das wird mit Sicherheit kein Selbstläufer, wir dürfen diese Partie keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, denn wir müssen unsere Aufgaben erfüllen, wenn wir Punkte mitnehmen wollen.“ Nach einer turbulenten Woche hat Frauenkirchen damit zumindest sportlich wieder für positive Schlagzeilen gesorgt. Gegen Pama soll nun der nächste Schritt und damit weitere Punkte folgen.